Jammern: Symphonie in Ach-Moll

Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 01/2026.

Es ist nur
sinnvoll, mit einer Klage zu beginnen, mit einem pompösen „Leider“, einem
lauten Weh, einem zittrigen Herrjemine, mit Geseufz und Ge-hmpf, damit hier
gleich die Verhältnisse klar sind, über die man sich beschweren kann, und das
passiert ja unentwegt, in jeder Bar, jeder Straßenbahn, jedem Betrieb und an
jeder Ecke, wo schon wieder etwas grauenvoll ist, furchtbar oder auf traurige
Weise öde oder ungerecht, und irgendjemand möchte nun den Geschäftsführer
sprechen, ständig möchte irgendwo jemand den Geschäftsführer sprechen, obwohl
niemand Leute mag, die den Geschäftsführer sprechen wollen, nicht einmal, wenn
diese Leute pelzige Koalas oder entzückende Mini-Bullterrier wären, weil leider
kaum jemand Leute mag, die jammern.