Jahresausblick: Die Köpfe des Jahres 2026

Bettina Orlopp: Verteidigerin der Commerzbank

Den 20. Mai, einen Mittwoch, sollten sich alle Freunde echter Wirtschaftskrimis schon jetzt im Kalender markieren. Denn an diesem Tag findet die Hauptversammlung der Commerzbank statt, auf der sich womöglich zwei Kontrahenten zum ersten Mal mit offenem Visier gegenüberstehen werden. Die Rede ist von Bettina Orlopp, seit Herbst 2024 Vorstandsvorsitzende der zweitgrößten deutschen Privatbank, und von ihrem Herausforderer Andrea Orcel, Chef der italienischen Bank Unicredit. Einen Anteil von nahezu 30 Prozent hat der Italiener im Verlauf der vergangenen 18 Monate an der Commerzbank erworben, und sein Ziel ist noch immer das gleiche: Am liebsten würde Orcel die Commerzbank komplett übernehmen. Weil das aber schwieriger ist als von ihm erhofft, hat der Italiener bereits im September im Interview mit der F.A.S. angedeutet, dass ihn auch ein Sitz im Aufsichtsrat der Commerzbank interessieren könnte. „Wenn die Bank in die falsche Richtung unterwegs ist, dann müsste man darüber nachdenken.“

Dass Orcel die Richtung nicht passt, hat viel mit einer hervorstechenden Eigenschaft Bettina Orlopps zu tun: Sie agiert stets ruhig und sachlich, auf die regelmäßigen Provokationen des Italieners lässt sie sich nicht ein. Von Anfang an hat sie klargemacht, dass sie sich der Eigenständigkeit der Bank verpflichtet fühlt. Und zum Unmut Orcels geht diese Strategie bislang auf. Den direkten Vergleich der Aktienkurse gewinnt die 55 Jahre alte Deutsche haushoch. Der Kurs der Commerzbank-Aktie hat sich seit Orlopps Amtsantritt im Oktober 2024 mehr als verdoppelt, der Unicredit-Kurs hat mit 80 Prozent etwas weniger zugelegt.

Ein einfaches Jahr wird 2026 für die Commerzbank-Chefin trotzdem nicht werden. Sie hat ihrer Bank anspruchsvolle Vorgaben zur Eigenkapitalrendite gemacht, die Anleger werden hier bald Fortschritte sehen wollen. Aber eines ist Orlopp schon gelungen: Sie hält die Commerzbank bereits viel länger im Spiel als gedacht.

David Reger: Herr der Roboter

David Reger entwickelt von Metzingen aus humanoide Roboter.
David Reger entwickelt von Metzingen aus humanoide Roboter.Anadolu via Getty Images

Wer glaubt, in der deutschen Wirtschaft gäbe es keine bahnbrechenden Ideen mehr, der schaut vielleicht nur an der falschen Stelle. Eifrige Tüftler werkeln im ganzen Land an aufregenden Start-ups, entwickeln Weltraumraketen, Fusionskraftwerke oder Quantencomputer. Einer von ihnen ist der 37 Jahre alte David Reger, der mit seiner Firma Neura Robotics in Metzingen humanoide Roboter baut und damit Elon Musk & Co. Konkurrenz macht.

Zumindest was den Missionsgeist angeht, stehen die Schwaben der Konkurrenz im Silicon Valley in nichts nach. „We serve humanity“ steht in großen Buchstaben auf der Website von Neura Robotics: Wir dienen der Menschheit. Reger hat das Unternehmen im Jahr 2019 gegründet. 2026 soll für Neura das große Jahr werden. Dann will Reger mit der Serienproduktion der Roboter beginnen, die zum Beispiel auch im Haushalt helfen und eigenständig die Spülmaschine ein- und ausräumen sollen. Im Januar präsentiert Neura seine Roboter erstmals auf der wichtigsten Elektronikmesse der Welt, der CES in Las Vegas. In den USA will Neura außerdem im kommenden Jahr ein eigenes Büro eröffnen, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits nach China und in die Schweiz expandiert hat.

Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit der alten Industrie enger. Im November hat Reger eine Kooperation mit dem Traditionsunternehmen Schaeffler verkündet. Schaeffler nimmt bis 2035 Tausende Roboter für seine Produktion ab, Neura bekommt wertvolle Daten aus dem Industriealltag, die dabei helfen, die Roboter besser zu machen. Weitere Kooperationen dieser Art sollen im kommenden Jahr folgen. Das Ziel: eine Art Betriebssystem für alle Roboter in der physischen Welt zu bauen. Mit dem „Neuraverse“ würde dann jeder weitere Roboter im Feld alle anderen noch schlauer machen.

Manuel Hagel: Schnellstarter aus Schwaben

Manuel Hagel will Baden-Würrtembergs Ministerpräsident werden.
Manuel Hagel will Baden-Würrtembergs Ministerpräsident werden.Michael Schulz

Manuel Hagel könnte im Frühjahr 2026 einer der jüngsten Ministerpräsidenten der Republik werden. Nur Uwe Barschel war jünger. Der 37 Jahre alte Bankkaufmann will nach 15 Jahren die CDU in Baden-Württemberg wieder zur führenden Regierungspartei machen. Die Wirtschaftskrise und das geringe Wählervertrauen in die Grünen sind gute Voraussetzungen, zumal der historische Erfolg der Grünen auch auf der Beliebtheit Winfried Kretschmanns beruhte. Der steht mit 77 Jahren nicht mehr zur Wahl.

Hagel ist Katholik und Jäger, er stammt aus Ehingen in Oberschwaben. Er knüpft an zwei Erfolg versprechende CDU-Traditionen an: Inhaltlich will er die Wähler mit einer an Lothar Späth orientierten Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik überzeugen. Wahltaktisch setzt er auf die Stimmen in den ländlichen Regionen. Wo sich Hagel langfristig innerhalb der Union positionieren wird, ist unklar. Mal sagt er, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst sei sein Vorbild, mal wünscht er sich die CDU deutlich konservativer, als sie unter Friedrich Merz agiert.
Hagels politisches Denken ist schwarz-gelb, auch wenn diese Koalitionsoption ausgestorben ist. In seinem früher zerstrittenen Landesverband machte er eine Schnellkarriere: Er brauchte nur zehn Jahre, um die gesamte Macht des Verbandes auf sich zu vereinen. In den Meinungsumfragen ist der Vorsprung der CDU vor den Grünen derzeit groß; die AfD könnte zweitstärkste Kraft werden. 2021 hatten die Grünen mit 32 Prozent ein Sensationsergebnis erreicht. Hagel sieht in der AfD den „Hauptgegner“ und strebt an, die Grünen links liegen zu lassen und ohne sie zu regieren.

Die entscheidenden Wochen des Wahlkampfes liegen aber noch vor Hagel, der immer mal wieder mit kleinen Fehlern auffällt: Kürzlich stellte sich heraus, dass die CDU ihn auf einem Flyer als „diplomierten Bankbetriebswirt“ vorstellte, obwohl er – streng genommen – nicht über einen akademischen Abschluss verfügt. Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir ist, obwohl er weder Amt noch Mandat hat, der drittbeliebteste Politiker der Nation. Hagel dagegen fehlt es an Bekanntheit – und an Rückenwind aus Berlin.

Jeannette zu Fürstenberg: Fürstin der Techbranche

Glaubt an Europas Zukunft: Jeannette zu Fürstenberg
Glaubt an Europas Zukunft: Jeannette zu FürstenbergPhilipp von Ditfurth

Es gibt sie noch, diese Leute, die an eine glänzende Zukunft dieses Kontinents glauben. Jeannette zu Fürstenberg sticht unter ihnen besonders hervor, weil sie der Welt nicht nur mit Worten von Europas Potential kündet, sondern kräftig Geld investiert, um es zu realisieren. Um die 43 Jahre alte Investorin kann man nicht herumkommen, wenn es darum geht, wie junge Technologiefirmen gegen die Konkurrenz aus Amerika und China bestehen können.

Fürstenberg hat als Frühphaseninvestorin bereits einige der wertvollsten Start-ups Europas auf ihrem Weg nach oben begleitet. Beim Drohnenspezialisten Helsing gehörte sie zu den ersten Kapitalgeberinnen. Auch bei Mistral, einer von Europas großen KI-Hoffnungen, war sie von Anfang an beteiligt. Jeannette Fürstin zu Fürstenberg stammt selbst aus einer Unternehmerfamilie und hat in das schwäbische Adelsgeschlecht eingeheiratet, dessen Namen sie trägt. Sie gilt als geschickte Netzwerkerin, die mühelos Politik, junge und alte Firmen miteinander an den Tisch bringt.
Nachdem sie zunächst ihren eigenen Fonds gegründet hatte, ist sie inzwischen Europachefin des amerikanischen Investors General Catalyst. In dieser Rolle kann sie jährlich etwa eine Milliarde Dollar investieren. Ideen, was sie mit diesem Geld macht, werden ihr auch im nächsten Jahr nicht ausgehen. „Wir sehen, dass immer mehr europäische Teams wieder aus Europa heraus globale Champions bauen“, sagt sie der F.A.S. Und statt später auszuwandern, würden die Teams von Tag eins an international denken. Das Tempo wird sie im kommenden Jahr halten, daran lässt sie keinen Zweifel. „Wir werden weiterhin substanziell in Europas aufstrebende Champions investieren.“ Nicht nur für ehrgeizige Start-ups sind das gute Nachrichten.

Lucia Caminos: Königin der Sündenstadt

Virtueller Star: Computerspielfigur Lucia Caminos
Virtueller Star: Computerspielfigur Lucia CaminosRockstar Games

Kein Unterhaltungsprodukt, kein Film oder Musikalbum, hat je so schnell so großen wirtschaftlichen Erfolg gehabt wie der fünfte Teil der Computerspielreihe Grand Theft Auto (GTA). 800 Millionen Dollar soll das Spiel allein in den ersten 24 Stunden nach dem Verkaufsstart im fernen Jahr 2013 eingebracht haben. Bis 2018 stieg der Umsatz einer Marktanalyse zufolge auf sechs Milliarden Dollar.

Seitdem hat das Entwicklerstudio Rockstar Games diese Kuh fleißig weiter gemolken, das Spiel – grafisch aufgehübscht – auf immer neue Konsolen gebracht und sich mit dem Nachfolgetitel einige Zeit gelassen. Mehr als 200 Millionen Exemplare von GTA V hat das Unternehmen in den vergangenen zwölf Jahren verkauft. Da ist es verständlich, dass sich in der Videospielwelt nach schwierigen Jahren nun viele Hoffnungen auf den sechsten Teil der Reihe richten, dessen Veröffentlichung nach zwei Verschiebungen für November 2026 vorgesehen ist. Die Sogkraft von GTA VI ist so groß, dass andere Studios ihre Titel lieber verschoben haben, als sie im selben Monat auf den Markt zu bringen. Der zweite Trailer für das Spiel wurde binnen Tagen eine halbe Milliarde Mal angeschaut. Auf Spotify stiegen die Streamingabrufe des darin gespielten Songs, „Hot Together“ von den Pointer Sisters, um 182.000 Prozent.

Im Mittelpunkt der Handlung steht erstmals in der fast drei Jahrzehnte langen Geschichte der Spielreihe eine weibliche Protagonistin: Lucia Caminos. Am fünften Teil der Reihe gab es einige Kritik wegen sexistischer Darstellung von Frauen. Man darf also gespannt sein, wie Rockstar Games mit dem Thema dieses Mal umgeht. Ansonsten hält sich das Studio mit Details zur Handlung bedeckt. Was sich kaum ändern dürfte, ist das Spielprinzip. So wird sich Lucia gemeinsam mit ihrem Partner Jason wie schon ihre Vorgänger durch eine satirisch überspitzte Version des modernen Amerikas ballern und – der Name des Spiels ist Programm – in gestohlenen Autos durch die an Miami angelehnte fiktive Stadt Vice City brausen.

Haryono Lim: Ludwigshafens Hoffnung für China

Für BASF im Einsatz: Haryono Lim
Für BASF im Einsatz: Haryono LimBASF SE

Was die Freizeitgestaltung angeht, hat der neue Standort in Zhanjiang dem Stammwerk von BASF in Ludwigshafen etwas voraus. In der Pfalz kann man zwar prima wandern. Aber an den südchinesischen Stränden kann man nach Feierabend sogar surfen gehen. Das Thermometer zeigt selbst jetzt im Dezember oft mehr als 20 Grad. Und die örtliche Küche mit ihren frischen Meeresfrüchten bringt Haryono Lim regelrecht ins Schwärmen. Aber dann ist der 53 Jahre alte Ingenieur schnell wieder bei der Sache: Im März soll das neue Werk mit Pauken und Trompeten offiziell eröffnet werden. Fast neun Milliarden Euro hat BASF dafür ausgegeben. Es ist die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Und Haryono Lim, ein freundlicher Mann mit Bürstenhaarschnitt, war dafür als Projektleiter vom ersten Tag an verantwortlich.

2020 fingen die Bauarbeiten an, in der Spitze waren 35.000 Arbeiter im Einsatz. Bei Lim liefen die Fäden zusammen. Er ist Indonesier, kam 1991 mit 18 Jahren nach Deutschland. Der Arbeitsmarkt lockte ihn. Lim entschied sich nach einem Deutschkurs für ein Studium an der TU Clausthal, schrieb seine Diplomarbeit über ein BASF-Thema und blieb der Firma fortan treu. Bevor er nach China zog, arbeitete er in Singapur, Japan und Ludwigshafen.
Eine ständige Begleitmusik zu dem Milliardenprojekt in Zhanjiang war die Debatte darüber, wie sehr sich die deutsche Industrie auf China verlassen sollte; die Corona-Seuche und der von Donald Trump ausgelöste Zollkonflikt steuerten schiefe Akkorde bei.

Lim gibt sich davon unbeeindruckt. „Es war mir eine Ehre“, sagt er bescheiden über seine Rolle beim Aufbau des neuen Großstandorts, wo es wie in Ludwigshafen einen „Steamcracker“ gibt, also eine riesige Anlage zur Herstellung von Grundchemikalien, die in einem weit verzweigten Fabriknetz weiterverarbeitet werden. Alle einzelnen Bestandteile aufeinander abzustimmen, war eine Mammutaufgabe. Es sieht so aus, als habe Haryono Lim sie gelöst. Kann auf den letzten Metern noch irgendetwas schiefgehen? Er antwortet mit einem vorsichtigen Lächeln: „Es ist wie bei einem Fußballspiel. Man sollte einen Sieg nie vor dem Schlusspfiff feiern.“

Trumps Favorit für die Fed

Führt er künftig die Federal Reserve? Kevin Hassett
Führt er künftig die Federal Reserve? Kevin HassettBloomberg

Der 63 Jahre alte Ökonom Kevin Hassett hat gute Aussichten, im Mai 2026 zum Chef der Federal Reserve ernannt zu werden, als Nachfolger von Jerome Powell. Hassett leitet das National Executive Council, das die Wirtschaftspolitik des Weißen Hauses umsetzt. In der ersten Trump-Regierung diente er dem Präsidenten als Chefökonom. Trump sagte jüngst, er sei einer von zwei Kandidaten für den Posten neben Kevin Warsh, einem Multimillionär und ehemaligen Zentralbanker, der Meriten während der Finanzkrise erworben hatte.

Hassett ist umstritten. Prominente linke Ökonomen wie Paul Krugman halten ihn für inkompetent. Ideologie trübt hier die faire Einschätzung. Hassett ist ein promovierter Ökonom, der an renommierten Universitäten, an der Federal Reserve und in führender Position der konservativen Denkfabrik American Enterprise Institute gearbeitet hat. Er hat in renommierten Journalen veröffentlicht und diente den republikanischen Spitzenpolitikern John McCain, George W. Bush und Mitt Romney als Berater.

Aber wie biegsam ist Hassett? Als Überlebender der ersten Trump-Regierung gehört er zu einer seltenen Spezies. Hassett, eigentlich ein klassischer Ökonom mit einem Herz für niedrige Steuern, einen kleinen Staat und freien Handel, verteidigte öffentlich Trumps Handelskriege und den Einstieg in Unternehmen. Dass er intern Kontra gegeben hat, ist möglich. Andeutungen von Trumps Stabschefin Susie Wiles erlauben die Spekulation. Hassett steckt trotzdem im Dilemma. Seine Nominierung selbst spräche dagegen, dass er ein unabhängiger Geist ist. Trump will einen Fed-Chef, der gehorcht. Alle Hoffnung wäre selbst dann nicht verloren. Präsident Harry Truman hatte in den Fünfzigerjahren Bill Martin an die Fed-Spitze gebracht, weil er des unbotmäßigen Vorgängers überdrüssig war. Martin aber hielt die Zinsen hoch und stärkte die Unabhängigkeit der Fed. Truman nannte ihn später einen Verräter.

Michael Leiters: Ein Aufsteiger für Porsche

Neuer Porsche-Chef: Michael Leiters
Neuer Porsche-Chef: Michael LeitersMcLaren – Dr. Michael Leiters/Bearbeitung F.A.S.

Wenn Michael Leiters Fußballtrainer wäre, dann stünde er jetzt vor dem Aufstieg aus der dritten Liga in die Erste Bundesliga. Bis April führte der 54 Jahre alte Automanager noch die feine, aber ziemlich kleine britische Luxusauto-Manufaktur McLaren Automotive, einen Hersteller, der nur ein paar Tausend Autos im Jahr fertigt und wenige hundert Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Zum Jahreswechsel wird Leiters die Verantwortung für die schwäbische Sportwagen-Ikone Porsche übernehmen, ein kriselndes Großunternehmen mit knapp 40 Milliarden Euro Umsatz und rund 40.000 Mitarbeitern.

Die neue Aufgabe, die am Porsche-Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen auf den Aufsteiger Leiters wartet, ist alles andere als einfach. Porsche machen massive Absatzrückgänge in China und hohe US-Zölle zu schaffen. Der zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer, zuvor über viele Jahre hinweg hochprofitabel und wachstumsstark, verdient kaum noch Geld. Leiters muss das Unternehmen wieder fit machen – und als eine seiner ersten Amtshandlungen in den kommenden Wochen die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über ein weiteres Sparpaket abschließen. In einer ersten Sparrunde hat Porsche wegen der Krise schon 3900 Jobs gestrichen.

Einen Vorteil hat Leiters zum Start: Er kennt Porsche noch aus der Vergangenheit. Von 2000 bis 2013 arbeitete der promovierte Ingenieur schon einmal für die Schwaben und stieg bis zum Baureihenleiter für den Stadtgeländewagen Cayenne auf. Dann wechselte Leiters, der weiter Karriere machen wollte, als Entwicklungsvorstand zu Ferrari und später als Unternehmenschef zu McLaren. Ein umgänglicher, sachlicher Typ sei Leiters, berichten Leute, die ihn noch aus seinem ersten Karriereabschnitt bei Porsche kennen. Jetzt kehrt er in schweren Zeiten zurück nach Stuttgart. Die Herausforderungen, die dort auf ihn warten, sind riesig.