Israel attackiert Ziele im „Herzen von Teheran“ – Oman meldet Angriff aufwärts Öltanker

Israel und die USA haben den Iran am Samstagmorgen angegriffen. Dabei wurde auch das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet, wie US-Präsident Donald Trump erklärte. Wenige Stunden später bestätigten iranische Staatsmedien den Tod des Revolutionsführers, der seit 1989 an der Macht war. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf US-Basen, Israel und arabische Verbündete der USA.

Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:

10:25 Uhr – Israel mobilisiert 20.000 Reservisten

Angesichts der iranischen Gegenangriffe hat das israelische Heimatfront-Kommando rund 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mobilisiert. Sie hätten sich in den vergangenen 24 Stunden dem Kommando angeschlossen, erklärte das Heimatfront-Kommando am Sonntag. Es ist für den Zivilschutz zuständig.

10:15 Uhr – Oman meldet Angriff auf Öltanker

Oman hat einen Angriff auf einen Öltanker in der Straße von Hormus gemeldet. Dabei seien vier Menschen an Bord der „Skylight“ verletzt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Oman News Agency. Der betroffene Öltanker sei unter Flagge Palaus gefahren. Die Besatzungsmitglieder seien Inder und Iraner. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Der Iran soll aber per Radio mit Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht haben, nachdem die USA und Israel das Land angegriffen hatten. Oman meldete auch, dass sein Hafen in Dukm Ziel eines Drohnenangriffs geworden sei. Das Land hat als Vermittler bei Atomgesprächen zwischen dem Iran und den USA gedient.

10:02 Uhr – Irans Präsident nennt Rache „legitimes Recht und Pflicht“

Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnet Rache als „legitimes Recht und Pflicht“ Teherans. Sein Land werde sein Möglichstes ​tun, um diese Pflicht zu erfüllen, heißt es in einer Erklärung des Präsidenten.

9:45 Uhr – Atomenergiebehörde ruft zur Sondersitzung

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat als Reaktion auf die massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran – die sich auch gegen das Atomprogramm der Islamischen Republik richten – für Montag eine Sondersitzung angesetzt. Die UN-Behörde mit Sitz in Wien teilte mit, die Sitzung sei auf Antrag Russlands einberufen worden, einem wichtigen Verbündeten Teherans. Der Iran hatte am Samstag in einem Brief an IAEA-Chef Rafael Grossi ebenfalls eine Sondersitzung zu den Angriffen gefordert, bei denen das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, getötet worden war.

9:40 Uhr – Israels Armee greift „Ziele im Herzen von Teheran“ an

Nach Angaben der israelischen Armee hat das Land mit neuen Angriffen auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen. „Die IDF greift Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen Teherans an“, erklärte das Militär mit Blick auf die israelischen Streitkräfte. „Im Laufe des vergangenen Tages führte die israelische Luftwaffe groß angelegte Angriffe aus, um die Lufthoheit zu erlangen und den Weg nach Teheran zu ebnen.“ Mehrere Explosionen waren am Sonntag in Teheran zu hören, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die Detonationen waren demnach im Norden der iranischen Hauptstadt zu hören. Rauch stieg aus einem Gebäude auf.

9:08 Uhr – Mindestens neun Tote in Pakistan

Mindestens neun Menschen wurden am Sonntag bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet, nachdem Hunderte von Demonstranten das US-Konsulat in der pakistanischen Hafenstadt Karatschi gestürmt hatten. Polizei und Beamte eines Krankenhauses in Karatschi gaben an, dass bei den Zusammenstößen mindestens acht Menschen verletzt worden seien. Die Polizei erklärte, dass die Demonstranten später auseinandergetrieben worden seien und die Lage unter Kontrolle sei. Karatschi ist die Hauptstadt der südlichen Provinz Sindh.

9:02 Uhr – 27 Stützpunkte und Israels Armeehauptquartier ins Visier genommen

Der Iran hat in der Nacht zum Sonntag seine Vergeltungsschläge gegen Israel fortgesetzt. Mehrmals mussten die Einwohner wegen Luftalarms Schutzräume und Bunker aufsuchen. In Tel Aviv wurden bei einem Angriff 50 Gebäude beschädigt, wie die Zeitung „Haaretz“ unter Berufung auf die Stadtverwaltung meldet. Mehr als 200 Anwohner seien in drei Hotels in Sicherheit gebracht worden. Zuvor hatten israelische Rettungsdienste 94 Verletzte in Zusammenhang mit dem Beschuss gemeldet. Die Revolutionsgarden nahmen 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr von Irans Elitestreitmacht. Die Angaben konnten unabhängig zunächst nicht überprüft werden

8:31 Uhr Angriffe auf Luxus-Hotel

Bei nächtlichen Angriffen des Iran auf IS-Basen ist Feuer am weltberühmten Hotel „Burj Al Arab“ in Dubai ausgebrochen. Wie die Behörden vor Ort mitteilen, haben Trümmerteile einer abgefangenen Drohne ein Feuer an der Fassade verursacht. Ein Video des indischen TV-Senders NDTV soll den Einschlag zeigen, wie „Bild“ berichtet. Das Feuer erfasste in der Nacht zum Sonntag die berühmte Segel-Fassade des mehr als 300 Meter hohen Prestige-Wolkenkratzer auf einer künstlich aufgeschütteten Insel. Verletzte habe es nicht gegeben.

8:25 Uhr – Iranischer Generalsekretär nennt Vorhaben „vereitelt“

Nach den Angriffen im Iran hat der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, das Vorhaben der USA und Israels als „vereitelt“ bezeichnet. „Die USA und Israel haben sich verkalkuliert und wollten mit gezielten Angriffen auf militärische Einrichtungen und der Tötung hochrangiger Funktionäre Unruhe und einen Machtwechsel im Iran auslösen“, sagte Laridschani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Die Bevölkerung habe jedoch geschlossen reagiert und diese Pläne vereitelt, behauptete er.

8:16 Uhr – Demonstranten versuchen, zu US-Botschaft vorzudringen

Nach der Tötung von Irans oberstem Führer Chamenei haben Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad versucht, in das streng gesicherte Regierungsviertel mit der US-Botschaft vorzudringen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten sich am Eingang zur sogenannten Grünen Zone Hunderte Menschen zum Protest versammelt. Sicherheitskräfte lösten die Menge gewaltsam auf. Die Demonstranten versuchten demnach, die Sicherheitsbarrieren zu überwinden, um zur US-Botschaft innerhalb der Grünen Zone zu gelangen. Laut Augenzeugen setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke, scharfe Munition, Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.

8:07 Uhr – Iran feuert am Morgen erneut Raketen auf Israel

Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen. In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben bereits rund 20 Mal wegen Raketenangriffen in die Schutzräume eilen.

8:01 Uhr – Chamenei-Anhänger skandieren „Tod Israel“

Nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts Chamenei versammelten sich Tausende in Teheran. Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentralen Enghelab-Platz skandierten „Tod den Vereinigten Staaten“ und „Tod Israel“, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Viele von ihnen schwenkten iranische Flaggen und hielten Fotos von Chamenei hoch.

07:46 – Iranisches TV: Iranischer Generalstabschef getötet

Bei den Luftschlägen auf den Iran ist dem iranischen Staatsfernsehen zufolge auch der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Abdolrahim Mussawi, getötet worden. Im iranischen Staatsfernsehen wurde der Name Mussawis gemeinsam mit den Namen anderer getöteter hochrangiger Vertreter genannt. Zuvor war bereits der Tod des Anführers der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, und des Vorsitzenden des nationalen Verteidigungsrats, Ali Schamchani, bekannt gegeben worden. Wie das Staatsfernsehen weiter berichtete, wurden die Verantwortlichen „während einer Sitzung des Verteidigungsrates“ getötet. Weitere Namen würden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben, hieß es.

07:15 Uhr – Israels Verteidigungsminister: Mit Tod Chameneis ist „Gerechtigkeit geschehen“

Israels Verteidigungsminister Israel Katz begrüßt die Tötung Chameneis, als Akt der „Gerechtigkeit“. Chamenei sei „zusammen mit hochrangigen Mitgliedern der iranischen Terrorfestung“ eliminiert worden, erklärte Katz am Sonntag in Onlinediensten. „Gerechtigkeit ist geschehen, und die Achse des Bösen hat einen schweren Schlag erlitten“, betonte der Verteidigungsminister.

06:49 Uhr – Trump: Werden mit beispielloser Gewalt auf Vergeltung reagieren

US-Präsident Trump warnt den Iran vor beispielloser Gewalt, ​sollte das Land Vergeltung üben. Die Vereinigten Staaten würden den Iran mit einer noch nie dagewesenen Macht treffen, erklärt Trump auf Truth Social. „Der Iran hat gerade erklärt, dass ⁠er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als jemals zuvor.“ Er fügt in Großbuchstaben hinzu: „SIE SOLLTEN DAS ABER BESSER NICHT TUN, DENN WENN SIE ES TUN, WERDEN WIR SIE MIT EINER NOCH NIE DAGEWESENEN GEWALT SCHLAGEN!“

06:30 Uhr – Iranischer Parlamentssprecher sieht rote Linie überschritten

Der Iran wird laut ​Parlamentssprecher Baker Kalibaf den Weg von Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Trump und Israels Ministerpräsident Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im Staatsfernsehen, ⁠sie hätten eine rote Linie überschritten. Dafür würden sie bezahlen.

05:27 Uhr – Explosionen in Dubai

In der Region Dubai sind Augenzeugen ​zufolge erneut laute Explosionen zu hören. Der Iran hatte nach Angriffen der USA und Israels Vergeltungsschläge gegen die benachbarten Golfstaaten gestartet.

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05:17 Uhr – Dreier-Gruppe um Peseschkian übernimmt

Ein Trio um den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian soll in der Übergangsphase die Führung im Land übernehmen. Neben Peseschkian seien Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei und ein Jurist des Wächterrats mit der Aufgabe betraut worden, berichtet das Staatsfernsehen unter Berufung auf einen Berater Chameneis, Mohammad Mokhber.

04:31 Uhr – Staatsmedien bestätigen Tod des Führers der Revolutionsgarden

Der Iran bestätigt den Tod des Anführers der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur. Er sei ebenso wie der Vorsitzende des nationalen Verteidigungsrats, Ali Shamkhani, bei den US-israelischen Luftangriffen auf Teheran umgekommen, teilte die iranische Justiz auf ihrer Website „Misan Online“ mit.

04:15 Uhr – Schah-Sohn bringt sich als Interimsführer in Spiel

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, schlägt vor, übergangsweise die Macht im Iran zu übernehmen. „Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten“, schrieb er in der „Washington Post“. Er wolle den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Dann sollten freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. „Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf“, schrieb er weiter.

Pahlavi betonte, dass der Iran nicht die Fehler wiederholen wolle, die dem Irak-Krieg gefolgt seien. „Es wird keine Auflösung von Institutionen, kein Machtvakuum, kein Chaos geben“, schrieb er weiter. „Ein demokratischer Iran würde den Nahen Osten grundlegend verändern und einen der beständigsten Krisenherde der Welt in eine Stütze regionaler Stabilität verwandeln“, zeigte sich Pahlavi zuversichtlich. Ferner stellte er in Aussicht, den Erzfeind Israel „sofort anzuerkennen“.

04:07 Uhr – Revolutionsgarden drohen „heftigste Offensive“ an

Die iranischen Revolutionsgarden drohen Israel und den USA mit massiven Luftangriffen. „Die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran wird jeden Moment beginnen“, teilten die Revolutionsgarden auf Telegram mit.

02:41 Uhr – Iranische Staatsmedien bestätigen Tod von Ajatollah Chamenei

Die iranischen Staatsmedien bestätigen den Tod des Ajatollahs Ali Chamenei. Den Tod des 86-Jährigen vermeldeten das Staatsfernsehen und die staatliche Nachrichtenagentur Irna am frühen Sonntagmorgen. Die Todesursache nannten sie nicht. Zudem sei eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen worden.

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02:37 Uhr – Trump sieht „gute Kandidaten“ für Irans Führung

Donald Trump sieht nach eigenen Angaben „einige gute Kandidaten“ für die künftige Führung des Irans. Auf die Frage, ob es jemanden im Iran gebe, den er gerne an der Spitze des Landes sehen würde, sagte Trump dem Sender CBS News nach dessen Angaben in einem Telefoninterview: „Ja, ich denke schon. Es gibt einige gute Kandidaten.“

01:53 Uhr – Drohne trifft Flughafen in Bahrain

Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain ist Sachschaden entstanden. Es gebe aufgrund des Angriffs auf den Flughafen nahe der Hauptstadt Manama keine Todesopfer, erklärte das Innenministerium auf X. Das Gelände werde gesichert. Das Ministerium nannte zunächst keine weiteren Details.

01:50 Uhr – Israel greift Iran erneut an

Israels Armee hat eine neue Angriffswelle gegen Ziele im Iran begonnen. Ins Visier genommen würden Abschussstellungen für ballistische Rakete sowie die Luftabwehrsysteme des Erzfeindes, teilte die Armee mit. Die Armee hatte zuvor eine weitere Angriffswelle beendet, bei der unter anderem ein wichtiges Militärdepot für ballistische Raketen attackiert worden sei. In Teheran waren nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur AFP mindestens drei laute Explosionen zu hören.

01:32 Uhr – Raketenalarm in Israel – dann Entwarnung

Israels Armee gibt nach einem gemeldeten Raketenangriff wieder Entwarnung. Die Menschen in allen Teilen des Landes dürften die Schutzräume wieder verlassen, sollten sich aber weiter in ihrer Nähe aufhalten, teilte die Armee mit. Zuvor waren die Luftabwehrsysteme aktiviert worden. In mehreren Gebieten des Landes hatten die Sirenen geheult.

01:25 Uhr – Staatsmedien: Tochter und Enkel des Revolutionsführers getötet

Bei den Angriffen der USA und Israel auf den Iran ⁠ist nach ​Angaben der iranischen ‌Staatsmedien die Tochter des Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei und ein Enkel getötet worden.

23:27 Uhr – Schah-Sohn Pahlavi ruft Irans Staatskräfte zum Umsturz auf

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, ruft die Sicherheitskräfte im Iran zum Umsturz auf. „Es ist eure letzte Gelegenheit, euch dem Volk anzuschließen“, schrieb der Exil-Politiker auf X. „Jeder Versuch der Überreste des Regimes, einen Nachfolger für Chamenei zu bestimmen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt“, schrieb er weiter.

Er forderte die Sicherheitskräfte auf, einen Übergang zu einer freien und prosperierenden Zukunft zu unterstützen. „Der Tod des verbrecherischen Chamenei bringt zwar die Gerechtigkeit für das vergossene Blut nicht zurück, doch er kann ein Balsam für die verbrannten Herzen der Gerechtigkeit suchenden Familien sein“, fügte Pahlavi hinzu.

00:55 Uhr – USA: Angriff von internationalem Recht gedeckt

Die USA sehen ihren Angriff auf den Iran im Einklang mit internationalem Recht. Die Vereinigten Staaten hätten in enger Abstimmung mit Israel rechtmäßige Maßnahmen gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen ergriffen, sagte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York. Artikel 51 der UN‑Charta verankert das Recht eines Landes auf Selbstverteidigung.

Waltz argumentierte, „das Regime im Iran“ sei verantwortlich für eine Reihe bewaffneter Angriffe auf die Vereinigten Staaten und Israel, Verstöße gegen die UN-Charta sowie Bedrohungen des internationalen Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten. Auch soll der Iran eine Ermordung Donald Trumps geplant zu haben – ein Vorwurf, den das US-Justizministerium bereits 2024 erhob.

00:29 Uhr – Verletzte am Flughafen Dubai

Durch einen iranischen Raketenangriff sind auf dem internationalen Flughafen von Dubai vier Menschen verletzt worden. Die Emirate sprachen in einer Mitteilung von einer „schweren Attacke mit iranischen ballistischen Raketen“. Angriffe wurden auch an anderen Verkehrsflughäfen in der Region gemeldet, etwa am Internationalen Flughafen Kuwait. Mehrere Airports wurden geschlossen und Flüge gestrichen.

23:32 Uhr – Arabische Staaten verurteilen iranische Angriffe

Mehrere arabische Länder haben die iranischen Gegenschläge scharf verurteilt. „Wir machen die iranische Regierung für diese Angriffe voll verantwortlich und weisen jegliche Rechtfertigungen oder Erklärungen für dieses feindselige Verhalten zurück“, sagte Bahrains UN-Botschafter Jamal Fares Al Rowaiei, der während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates in New York eine Erklärung stellvertretend für die Länder des Golfkooperationsrates sowie Syrien und Jordanien verlas.

Nach den israelischen und US-amerikanischen Angriffen auf den Iran attackierte die Führung in Teheran Israel sowie mehrere US-Militärstützpunkte in der Region. Die arabischen Golfstaaten beheimaten gemeinsam Tausende US-Truppen. Mehrere Ratsmitglieder hatten die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung infolge der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf den Iran gefordert, darunter laut Diplomatenangaben Frankreich, Bahrain, China, Russland und Kolumbien.

23:25 Uhr – Rubio sagt für Montag geplanten Besuch in Israel ab

US-Außenminister Marco Rubio sagt seinen für Montag geplanten Besuch in Israel ab. Dies teilte das US-Außenministerium mit und verwies zur Begründung auf die „aktuellen Umstände“.

23:23 Uhr – Bericht: 30 Bomben auf Chameneis Residenz abgeworfen

Nach Angaben des israelischen Senders Channel 12 wurden 30 Bomben auf die Residenz von Ayatollah Ali Chamenei in Teheran abgeworfen. Später sei Chameneis Leiche aus den Trümmern geborgen worden, berichtete der israelische Fernsehsender Kan.

22:42 Uhr – Trump verkündet Tod Chameneis

Irans geistliches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, ist Donald Trump zufolge tot. Das postete der US-Präsident auf seiner Plattform „Truth Social“. Trump bezeichnete Chamenei als „einen der bösartigsten Menschen der Geschichte“. Viele Angehörige der Revolutionsgarden, der Armee und der Polizei im Iran wollten nicht mehr kämpfen und suchten nach Immunität durch die USA, fügte Trump hinzu. Dies sei die größte Chance für das iranische Volk, sich sein Land zurückzuholen. Die Bombardierungen sollen Trump zufolge die gesamte Woche über ununterbrochen fortgesetzt werden „oder so lange wie nötig, um unser Ziel des Friedens im gesamten Nahen Osten und sogar auf der ganzen Welt, zu erreichen“.

Vor seiner Bestätigung bei „Truth Social“ hatte Trump bereits dem Sender „NBC“ gesagt, er glaube, israelische Berichte zum Tod Chameneis seien vermutlich korrekt. Auf die Frage, wer nun Irans neuer Oberster Führer werden könnte, entgegnete Trump scherzend: „Ich weiß es nicht. Aber irgendwann werden sie mich anrufen und fragen, wen ich gern hätte“. Diese Bemerkung sei „nur ein bisschen sarkastisch“ gemeint, ergänzte er.

Aus dem Iran gibt es bislang keine Bestätigungen. In iranischen Medien hatte es kurz vor den ersten israelischen Berichten zu Chameneis Tod geheißen, er befehlige „unerschütterlich und entschlossen das Feld“. Das meldete unter anderem die Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahesteht, unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld von Chameneis Büro.

22:17 Uhr – Israelische Armee verkündet Tod zahlreicher iranischer Entscheider, darunter Anführer der Revolutionsgarden

Eine Reihe hochrangiger iranischer Offizieller soll bei den Angriffen am Samstag umgekommen sein, teilte israelische Armee mit. Darunter seien der Anführer der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh sowie Ali Schamchani, ein Berater Chameneis.

22:11 Uhr – Explosionen in Tel Aviv – Gebäude getroffen

Bei einem neuen iranischen Raketenangriff ist es in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv nach Angaben von Einwohnern zu lauten Explosionen gekommen. Israelische Medien berichteten, ein Gebäude in Tel Aviv sei direkt getroffen worden. Es habe mehrere Verletzte gegeben. Der Sender N12 zeigte Aufnahmen von einem brennenden Dach und einer Straße mit Trümmern. Es habe noch weitere Einschlagsorte gegeben. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, ein etwa 40-jähriger Mann habe schwere Verletzungen erlitten. Er werde von Sanitätern behandelt.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, bei dieser Welle „militärische und sicherheitsrelevante Ziele“ mit fortschrittlichen Raketen angegriffen zu haben. Zu den Zielen hätten unter anderem der israelische Marinestützpunkt im Hafen von Haifa, der Luftwaffenstützpunkt Ramat David sowie Rüstungsanlagen in Aschdod gehört, hieß es in einer Erklärung, die der staatliche Rundfunk veröffentlichte.

21:23 Uhr – Baerbock ruft zu Deeskalation auf

Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, ruft die USA, Israel und den Iran zur Deeskalation auf. „Die Charta der Vereinten Nationen ist eindeutig: Alle Mitgliedstaaten müssen ihre internationalen Konflikte mit friedlichen Mitteln lösen, damit Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit in der Welt nicht in Gefahr geraten“, sagte die ehemalige Bundesaußenministerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht.

Alle Mitgliedstaaten müssten auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt verzichten. „Ernsthafte Sorgen“ über das iranische Atomprogramm, die regionalen Aktivitäten des Iran und Menschenrechtsverletzungen müssten „im Einklang mit der UN-Charta und internationalem Recht“ ausgeräumt werden.

21:04 Uhr – Netanjahu sieht „zunehmend Hinweise“ auf Chameneis Tod – Berichte über Foto von Leiche

Irans geistliches Oberhaupt, Ajatollah Ali Chamenei, ist Medienberichten zufolge tot. Chameneis Leiche sei gefunden worden, berichten unter anderem mehrere israelische Medien sowie die Nachrichtenagentur Reuters. Israelischen Sendern zufolge wurde ein Foto der Leiche US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gezeigt.

Netanjahu hatte zuvor in einer TV-Ansprache gesagt, es gebe „zunehmend Hinweise“ darauf, dass Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei „nicht mehr ist.“ Man habe Chameneis Anwesen zerstört, sagte Netanjahu zudem. Von dem zerstörten Areal gibt es bereits ein Satellitenbild.

In Teheran hat es freudige Reaktionen auf die Berichte gegeben. Anwohner standen am Samstagabend an ihren Fenstern und applaudierten, wie Augenzeugen berichteten. Kurz nach 23.00 Uhr Ortszeit war demnach in mehreren Stadtteilen Teherans lauter Jubel zu hören.

19:55 Uhr – Kallas setzt Sondersitzung der EU-Mitgliedsstaaten an

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat eine außerordentliche Sitzung der EU-Mitgliedstaaten für Sonntag angesetzt. „Ich werde am Sonntag eine außerordentliche Sitzung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten per Videokonferenz einberufen, um über den Iran und die sich rasch entwickelnden Ereignisse im Nahen Osten zu beraten“, erklärte Kallas im Onlinedienst X.

„Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen, und wir verurteilen dies“, fügte die EU-Außenbeauftragte hinzu.

19:07 Uhr – Iranischer Halbmond: Mehr als 200 Tote durch Angriffe

In iranischen Medien werden Opferzahlen genannt: Bei den US-israelischen Angriffen auf 24 Provinzen seien 201 Menschen getötet und 747 verletzt worden, heißt es unter Berufung auf den Roten Halbmond.

18:51 Uhr – US-Demokraten kritisieren „illegalen“ Angriff im Iran – Republikaner unterstützen Trump

Die US-israelischen Luftangriffe auf den Iran haben in den USA geteilte Reaktionen ausgelöst: „Heute sieht sich der Iran mit den schwerwiegenden Folgen seiner bösartigen Handlungen konfrontiert“, erklärte der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Dazu zähle „Terrorismus“ sowie die anhaltenden atomaren Ambitionen der iranischen Führung. „Wir beten für die Sicherheit unserer tapferen Soldaten und unserer Verbündeten, die an dem Militäreinsatz ‚Epischer Zorn‘ beteiligt sind.“

Der demokratische Senator Ed Markey verurteilte Trumps Angriffsbefehl auf den Iran derweil als „illegal und verfassungswidrig“. Der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, forderte eine Unterrichtung des Kongresses über den Militäreinsatz durch die Trump-Regierung. „Das amerikanische Volk will keinen weiteren endlosen und kostspieligen Krieg im Nahen Osten, wenn es zu Hause so viele Probleme gibt“, erklärte Schumer.

18:32 Uhr – Iran: Dutzende Schülerinnen bei Raketenangriff getötet

Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 85 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Mehr als weitere 90 Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

18:03 Uhr – Seefahrtbehörde: Berichte über Schließung der Straße von Hormus

Bei der britischen Behörde für den Seehandel (UKMTO) laufen nach deren Angaben Berichte über eine Schließung der Straße von Hormus ein. Mehrere Schiffe im Golf hätten Meldungen über eine Sperrung der für den Ölhandel wichtigen Meerenge empfangen, teilt die UKMTO mit. Eine Bestätigung aus dem Iran liegt bislang nicht vor. Die Nachrichtenagentur Reuters hat unter Berufung auf Händlerkreise gemeldet, dass einige große Ölkonzerne und Händler ihre Transporte durch das Nadelöhr ausgesetzt hätten. Die Meerenge ist Teil einer der wichtigsten Handelsschifffahrtsrouten der Welt.

17:55 Uhr – Demos in deutschen Städten – weniger Teilnehmer als erwartet in Berlin

Zahlreiche Menschen haben in mehreren deutschen Städten gegen die Führung in Teheran demonstriert. In Frankfurt versammelten sich die Demonstranten zunächst zu einer Kundgebung auf dem Goetheplatz in der Innenstadt – dann zogen sie zum Römerberg. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen zunächst auf rund 1300, später dann auf rund 2000. Eine Rednerin bedankte sich unter dem Applaus der Zuhörer und Zuhörerinnen für die Intervention der USA.

In Berlin nahmen nach Angaben der Polizei rund 1600 Menschen an einer Demonstration teil. Ursprünglich waren 3000 Teilnehmer zur Demonstration für „Freiheit für Iran“ angemeldet. Die Kundgebung startete am Nachmittag am Potsdamer Platz und sollte am Brandenburger Tor enden.

17:51 Uhr – Iranischer Außenminister wendet sich mit Brief an UN-Sicherheitsrat – „kriminelle Aggression“

Irans Außenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‑Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser „kriminellen Aggression“ zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.

17:44 Uhr – Merz kritisiert Iran, ruft zu Verhandlungslösung auf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Iran zu einem sofortigen Ende der Militärangriffe auf Ziele in der Region aufgefordert. In einer am Samstagabend verbreiteten Erklärung rief der Kanzler den Iran „nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen“. Der Iran müsse zudem „auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen“ sowie „die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden“.

17:41 Uhr – Hisbollah verspricht Solidarität mit Iran

Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat den Verbündeten in Teheran ihre Solidarität zugesagt. Die USA und Israel würden von der Konfrontation „nichts außer Versagen ernten“, teilte das Medienbüro der schiitischen Organisation mit. Die Folgen der „verräterischen Gewalt“ der USA und Israels würden sich auf die gesamte Region auswirken.

Die Hisbollah im Libanon wird vom Iran unterstützt und gilt als einer der stärksten nicht staatlichen Akteure weltweit. Auch nach dem jüngsten Krieg mit Israel, in dem die Miliz stark geschwächt wurde, soll sie noch über Zehntausende Kämpfer und große militärische Fähigkeiten verfügen.

17:10 Uhr – Armeevertreter Israels: hochrangige Personen im Iran getötet

Israelischen Angaben zufolge sind im Iran drei Orte gleichzeitig angegriffen worden, an denen Versammlungen der iranischen Führung stattgefunden haben sollen. Dabei seien mehrere hochrangige und für die „Führung des Regimes“ bedeutende Personen getötet worden, teilte ein Vertreter der israelischen Armee mit. Mehr Details zu den Todesopfern wurden nicht genannt. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

16:41 Uhr – Berichte: Hotel in Dubai getroffen

In Dubai ist nach WELT-Informationen ein Hotel durch Beschuss getroffen worden. Zuvor war am Himmel über der bei Touristen beliebten Metropole in den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits die Flugabwehr aktiv. An dem Luxushotel auf der künstlichen Insel Palm Dschumaira brach ein Feuer aus. Videos von Augenzeugen zeigten einen Brand an der Einfahrt des Hotels, das für seine Lage direkt am Wasser bekannt ist.

Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf. Es war unklar, ob an dem Hotel eine mutmaßlich iranische Rakete einschlug oder ob etwa Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete niedergingen und diese einen Brand auslöste. Der Zivilschutz teilte mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Vier Menschen seien verletzt worden.

16:24 Uhr – Berichte: Raketentreffer in Tel Aviv

Bei einem iranischen Raketenangriff ist nach israelischen Medienberichten mindestens ein Gebäude im Großraum Tel Aviv getroffen worden. Das Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, es handele sich um ein Haus in Bnei Brak bei Tel Aviv. Dabei seien auch Menschen zu Schaden gekommen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Nach einem anderen Bericht wurde auch ein Haus in dem Ort Rosch Haajin getroffen. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, Einsatzkräfte seien unterwegs zu möglichen Einschlagsorten. Am frühen Abend (Ortszeit) berichtete der Rettungsdienst, es habe bisher keine Todesfälle gebeten. Die Arbeiten an weiteren Einschlagsorten wurden fortgesetzt.

16:21 Uhr – Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise für gesamte Region

Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise für die gesamte Region verschärft. Für Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate wurde eine Reisewarnung ausgesprochen, wie nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung aus dem Ministerium verlautete. Zusätzlich wurden Deutsche aufgefordert, den Libanon zu verlassen – für den Iran galt dies bereits.

16:15 Uhr – Iranischer Außenminister: Alle hochrangigen Vertreter des Landes leben

Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Chamenei sei „soweit ich weiß“ noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News. Kurz darauf wurde er zudem mit der Aussage zitiert, alle hochrangigen Vertreter des Landes seien noch am Leben.

Reuters/dpa/AFP/AP/jm/säd/coh/sebe/sara

Source: welt.de