Irankrieg: USA melden mehr denn 10.000 Angriffe hinaus den Iran


  • Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet.
  • Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
  • Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet.
  • Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.


Insel Charg im Persischen Golf verlegt haben, um diese vor einer möglichen Übernahme durch die USA zu sichern. Die Insel verfüge über gestaffelte Verteidigungsanlagen und sei in den letzten Wochen mit weiteren schultergestützten Flugabwehrraketen ausgestattet worden, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf mehrere Quellen mit Zugang zu US-Geheimdienstinformationen.

Zudem soll der Iran demnach rund um die Insel Fallen gelegt haben. Dazu zählten Antipersonen- und Panzerabwehrminen. Diese seien auch entlang der Küste platziert worden, wo US-Truppen im Falle einer amphibischen Landung ansetzen könnten – sollte US-Präsident Donald Trump eine Bodenoffensive anordnen.

Die Insel ist für den Iran von extremer Bedeutung, weil rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte über sie laufen. Sie könnte laut CNN im Falle einer Einnahme durch die USA als Druckmittel gegen den Iran dienen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

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Israelische Armee startet neue Angriffe auf den Iran

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge "groß angelegte Angriffe" in weiten Teilen des Iran ausgeführt. Ziel sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" gewesen, teilte die israelische Armee mit. Unter anderem habe das Militär die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert.

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Emirate melden Raketen und Drohnen aus dem Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem Iran angegriffen worden. Die Flugabwehr sei im Einsatz, schrieb das Ministerium auf X.

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US-Militär: Bisher mehr als 10.000 Ziele im Iran getroffen 

Im bisherigen Verlauf des Krieges hat das US-Militär nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Ziele im Iran getroffen. Das teilte der Chef des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Brad Cooper, mit. "Wenn man unsere Erfolge mit denen unseres israelischen Verbündeten kombiniert, haben wir zusammen noch Tausende weitere Ziele getroffen", sagte Cooper. Die US-amerikanischen Präzisionsangriffe hätten die iranischen Luftabwehrsysteme "überwältigt"

Die USA hätten 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine zerstört. "Damit haben sie nun die Fähigkeit verloren, nennenswert maritime Macht und Einfluss in der Region und weltweit auszuüben", sagte Cooper. 

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Der Iran kontrolliert jedoch weiterhin den Persischen Golf über Drohnen- und Raketenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus. Nach Angaben von Cooper haben die USA zudem mehr als zwei Drittel der iranischen Munitionsfabriken getroffen. 

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Mehrere Verletzte im Großraum Tel Aviv

Bei neuen Raketenangriffen des Iran auf Israel hat es nach Militärangaben mehrere Einschläge im Großraum Tel Aviv gegeben. Dabei wurden in der Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole mindestens sechs Menschen verletzt, wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte.

Rettungskräfte berichteten von einem großen Durcheinander und einem zerstörten Haus. Fünf Personen wurden demnach durch Druckwellen verletzt. 

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Die proreformistische Zeitung Ham Mihan meldete Bombardements in der Region. Nach Informationen der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, sollen zwei Wohngebiete getroffen worden sein. Das israelische Militär hatte zuvor erklärt, eine "umfangreiche Welle von Angriffen" im gesamten Iran geflogen zu haben, unter anderem in Isfahan.Isfahan beherbergt eine große iranische Luftwaffenbasis, weitere militärische Einrichtungen sowie einen der Nuklearstandorte, die während des zwölf Tage andauernden Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni von den USA bombardiert wurden.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-03-26T05:34:13.000Z","dateModified":"2026-03-26T06:20:48.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Bastian Hartig"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Emirate melden Raketen und Drohnen aus dem Iran","articleBody":"Emirate melden Raketen und Drohnen aus dem IranDie Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem Iran angegriffen worden. 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Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen", sagte Pistorius. Instabilität im Nahen Osten habe jedoch Auswirkungen auf Volkswirtschaften in der gesamten Welt. "Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern", sagte der SPD-Politiker.","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-03-26T02:13:10.000Z","dateModified":"2026-03-26T02:16:54.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Simon Sales Prado"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Iran soll Ölinsel Charg militärisch aufgerüstet haben","articleBody":"Iran soll Ölinsel Charg militärisch aufgerüstet habenDer Iran soll einem US-Medienbericht zufolge Luftabwehrsysteme und zusätzliche Streitkräfte auf die Insel Charg im Persischen Golf verlegt haben, um diese vor einer möglichen Übernahme durch die USA zu sichern. 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"Sie wollen unbedingt einen Deal machen, aber sie haben Angst, das zu sagen, weil sie glauben, sonst von ihrem eigenen Volk getötet zu werden", sagte er bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete. 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Ziel sei es, die "industrielle Basis auf Kriegszeit" einzustellen, teilte das Pentagon mit. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei beschlossen worden, die Produktion von Komponenten eines Systems, das in Nahost vermehrt zur Raketenabwehr zum Einsatz kommt, zu vervierfachen. Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden.Das Unternehmen Honeywell gab bekannt, seine Produktionskapazität von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar – umgerechnet rund 433 Millionen Euro – auszubauen. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Rüstungsindustrie zuletzt zu einer deutlich höheren Produktion gedrängt. Hintergrund sind Sorgen, durch den Krieg könnten sich die Waffenlager rasant leeren. ","publisher":{"@type":"Organization","name":"ZEIT Online","logo":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846"},"datePublished":"2026-03-26T00:36:27.000Z","dateModified":"2026-03-26T00:38:29.000Z","author":{"@type":"Person","name":"Ulrike Tschirner"},"image":"https://www.tickaroo.com/mediagw/image/c_fill,w_100,h_100/imageservice://profilepic-org-5e4f8bc97718b779d70097dc-5e4f8ca87718b7e953009846","video":[],"sharedContent":[]},{"@type":"BlogPosting","headline":"Israelische Polizei wirft Hisbollah Einsatz von Streumunition vor","articleBody":"Israelische Polizei wirft Hisbollah Einsatz von Streumunition vorDie libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Polizeiangaben eine Grenzstadt in Israel mit Streumunition beschossen. Das Geschoss sei in einem Wohngebiet im Norden des Landes in der Nähe eines Spielplatzes eingeschlagen, sagte ein israelischer Polizeisprecher in Kirjat Schmona. Niemand sei verletzt worden. Sprengstoffexperten hätten Teile der Munition gesichert und eingesammelt.Die Hisbollah teilte mit, sie habe israelische Soldaten in Kirjat Schmona mit Drohnen angegriffen. Ein Sprecher dementierte den Einsatz von Streumunition. Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über ein großes Gebiet. Der Iran, der mit der Hisbollah verbündet ist, hat im laufenden Krieg bereits mehrfach Raketen mit Streumunition eingesetzt. 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Marla Noss
Marla Noss

Mehrere Verletzte im Großraum Tel Aviv

Bei neuen Raketenangriffen des Iran auf Israel hat es nach Militärangaben mehrere Einschläge im Großraum Tel Aviv gegeben. Dabei wurden in der Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole mindestens sechs Menschen verletzt, wie der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte.

Rettungskräfte berichteten von einem großen Durcheinander und einem zerstörten Haus. Fünf Personen wurden demnach durch Druckwellen verletzt. 

Das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome wehrt Raketen aus dem Iran ab
Das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome wehrt Raketen aus dem Iran ab. Ohad Zwigenberg/AP/dpa

Marla Noss
Marla Noss

US-Militär: Bisher mehr als 10.000 Ziele im Iran getroffen 

Im bisherigen Verlauf des Krieges hat das US-Militär nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Ziele im Iran getroffen. Das teilte der Chef des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Brad Cooper, mit. „Wenn man unsere Erfolge mit denen unseres israelischen Verbündeten kombiniert, haben wir zusammen noch Tausende weitere Ziele getroffen“, sagte Cooper. Die US-amerikanischen Präzisionsangriffe hätten die iranischen Luftabwehrsysteme „überwältigt“

Die USA hätten 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine zerstört. „Damit haben sie nun die Fähigkeit verloren, nennenswert maritime Macht und Einfluss in der Region und weltweit auszuüben“, sagte Cooper. 

Eine EA-18G Growler macht sich bereit vom Flugdeck der US-Marine zu starten
Eine EA-18G Growler macht sich bereit vom Flugdeck der US-Marine zu starten. U.S. Navy/Handout/Reuters
Der Iran kontrolliert jedoch weiterhin den Persischen Golf über Drohnen- und Raketenangriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus. Nach Angaben von Cooper haben die USA zudem mehr als zwei Drittel der iranischen Munitionsfabriken getroffen. 

Bastian Hartig
Bastian Hartig

Iran meldet schwere Angriffe auf Isfahan

Rund um die Stadt Isfahan hat es nach Angaben von Aktivisten im Iran heftige Angriffe gegeben. Die proreformistische Zeitung Ham Mihan meldete Bombardements in der Region. Nach Informationen der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars, die der paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, sollen zwei Wohngebiete getroffen worden sein. Das israelische Militär hatte zuvor erklärt, eine „umfangreiche Welle von Angriffen“ im gesamten Iran geflogen zu haben, unter anderem in Isfahan.

Isfahan beherbergt eine große iranische Luftwaffenbasis, weitere militärische Einrichtungen sowie einen der Nuklearstandorte, die während des zwölf Tage andauernden Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni von den USA bombardiert wurden.

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Emirate melden Raketen und Drohnen aus dem Iran

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem Iran angegriffen worden. Die Flugabwehr sei im Einsatz, schrieb das Ministerium auf X.

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Israelische Armee startet neue Angriffe auf den Iran

Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge „groß angelegte Angriffe“ in weiten Teilen des Iran ausgeführt. Ziel sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“ gewesen, teilte die israelische Armee mit. Unter anderem habe das Militär die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert.

Simon Sales Prado
Simon Sales Prado

Deutschland würde Waffenruhe laut Pistorius absichern

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat eine deutsche Beteiligung an der Absicherung einer möglichen Waffenruhe in Aussicht gestellt. „Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen“, sagte Pistorius. Instabilität im Nahen Osten habe jedoch Auswirkungen auf Volkswirtschaften in der gesamten Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden abzusichern“, sagte der SPD-Politiker.
„Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern.“

Verteidigungsminister Boris Pistorius

Eine diplomatische Lösung sei so schnell wie möglich nötig, ergänzte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA.

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Iran soll Ölinsel Charg militärisch aufgerüstet haben

Der Iran soll einem US-Medienbericht zufolge Luftabwehrsysteme und zusätzliche Streitkräfte auf die Insel Charg im Persischen Golf verlegt haben, um diese vor einer möglichen Übernahme durch die USA zu sichern. Die Insel verfüge über gestaffelte Verteidigungsanlagen und sei in den letzten Wochen mit weiteren schultergestützten Flugabwehrraketen ausgestattet worden, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf mehrere Quellen mit Zugang zu US-Geheimdienstinformationen.

Zudem soll der Iran demnach rund um die Insel Fallen gelegt haben. Dazu zählten Antipersonen- und Panzerabwehrminen. Diese seien auch entlang der Küste platziert worden, wo US-Truppen im Falle einer amphibischen Landung ansetzen könnten – sollte US-Präsident Donald Trump eine Bodenoffensive anordnen.

Die Insel ist für den Iran von extremer Bedeutung, weil rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte über sie laufen. Sie könnte laut CNN im Falle einer Einnahme durch die USA als Druckmittel gegen den Iran dienen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Simon Sales Prado
Simon Sales Prado

Trump widerspricht Aussagen des Iran zu Verhandlungen

US-Präsident Donald Trump hat ein weiteres Mal eine Verhandlungsbereitschaft der iranischen Führung bekräftigt. „Sie wollen unbedingt einen Deal machen, aber sie haben Angst, das zu sagen, weil sie glauben, sonst von ihrem eigenen Volk getötet zu werden“, sagte er bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete. Trump ergänzte spöttisch, dass niemand den Iran führen wolle, aus Furcht, von den Vereinigten Staaten getötet zu werden. 
Präsident Donald Trump zufolge laufen Verhandlungen mit dem Iran.
Präsident Donald Trump zufolge laufen Verhandlungen mit dem Iran. Ken Cedeno/Reuters
Mit seiner Aussage widerspricht der US-Präsident den jüngsten Äußerungen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach der Iran keine Gespräche über ein Kriegsende mit den USA führen wolle.

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Pentagon vergibt Rüstungsaufträge

Das US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Krieges mehrere Vereinbarungen bekannt gegeben, die die Raketenproduktion steigern sollen. Ziel sei es, die „industrielle Basis auf Kriegszeit“ einzustellen, teilte das Pentagon mit. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei beschlossen worden, die Produktion von Komponenten eines Systems, das in Nahost vermehrt zur Raketenabwehr zum Einsatz kommt, zu vervierfachen. Auch die Produktion taktischer ballistischer Raketen soll beschleunigt werden.

Das Unternehmen Honeywell gab bekannt, seine Produktionskapazität von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar – umgerechnet rund 433 Millionen Euro – auszubauen. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Rüstungsindustrie zuletzt zu einer deutlich höheren Produktion gedrängt. Hintergrund sind Sorgen, durch den Krieg könnten sich die Waffenlager rasant leeren. 

Ulrike Tschirner
Ulrike Tschirner

Israelische Polizei wirft Hisbollah Einsatz von Streumunition vor

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Polizeiangaben eine Grenzstadt in Israel mit Streumunition beschossen. Das Geschoss sei in einem Wohngebiet im Norden des Landes in der Nähe eines Spielplatzes eingeschlagen, sagte ein israelischer Polizeisprecher in Kirjat Schmona. Niemand sei verletzt worden. Sprengstoffexperten hätten Teile der Munition gesichert und eingesammelt.

Die Hisbollah teilte mit, sie habe israelische Soldaten in Kirjat Schmona mit Drohnen angegriffen. Ein Sprecher dementierte den Einsatz von Streumunition.

Eine Rakete mit Streumunition zerbricht häufig über dem Ziel in der Luft und verteilt dann Submunitionen, auch Bomblets genannt, über ein großes Gebiet. Der Iran, der mit der Hisbollah verbündet ist, hat im laufenden Krieg bereits mehrfach Raketen mit Streumunition eingesetzt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch setzte die Hisbollah erstmals 2006 diese international geächtete Munitionsart gegen Israel ein.

Bastian Hartig
Bastian Hartig

Festnahmen wegen mutmaßlicher Attentatspläne in Kuwait

Wegen mutmaßlicher Attentatspläne gegen Führungskräfte Kuwaits sind in dem Golfstaat sechs Menschen festgenommen worden. Die Verdächtigen, allesamt kuwaitische Staatsbürger, stünden mutmaßlich in Verbindung mit der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, teilte das kuwaitische Innenministerium mit. Sie hätten zugegeben, sich einer Terrorgruppe angeschlossen und Spionage betrieben zu haben.

Zudem seien 14 weitere Mitglieder der Gruppe identifiziert worden, die das Land verlassen hätten: fünf Kuwaiter, zwei Iraner und zwei Libanesen sowie weitere fünf Kuwaiter, denen die Staatsbürgerschaft entzogen wurde.

Simon Sales Prado
Simon Sales Prado

Iran schließt Verhandlungen mit den USA über Kriegsende aus

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat direkte Gespräche mit den USA über ein Ende des Irankriegs zurückgewiesen. „Wir haben nicht die Absicht zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist“, sagte Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen. Der Iran wolle den Krieg zu „eigenen Bedingungen“ beenden und werde sich weiter wehren. „Jetzt über Verhandlungen zu sprechen, ist ein Eingeständnis der Niederlage“, sagte der Minister.
Der Iran will nach eigenen Angaben nicht mit den USA verhandeln.
Der Iran will nach eigenen Angaben nicht mit den USA verhandeln. Cyril Zingaro/Getty Images

Simon Sales Prado
Simon Sales Prado

Iran will offenbar den Libanon in eine mögliche Waffenruhe einbeziehen

Die iranische Führung hat einem Bericht zufolge wohl die Einbeziehung des Libanon zu einer Bedingung für ein mögliches Abkommen mit den USA und Israel gemacht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf sechs mit dem Vorgang vertraute Personen. Demnach soll der Iran ein Ende des Krieges offenbar an einen Stopp der israelischen ​Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft haben. 

Ein hochrangiger iranischer Vertreter teilte indes der Nachrichtenagentur Reuters mit, die iranische Regierung prüfe derzeit einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Stellungnahmen der beteiligten Regierungen lagen zunächst nicht vor.

Eric Voigt
Eric Voigt

Russland versucht laut Wolodymyr Selenskyj, die USA im Irankrieg zu erpressen

Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA im Krieg mit dem Iran unter Druck zu setzen. Das Land habe den Vereinigten Staaten angeboten, den Austausch militärischer Geheimdienstinformationen mit Teheran einzustellen – wenn die USA im Gegenzug der Ukraine keine Geheimdienstinformationen mehr zur Verfügung stellten, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor.

Zudem sollen sich Selenskyj zufolge in einigen iranischen Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile befinden. Russland weist zurück, den Iran im Krieg gegen die USA und Israel zu unterstützen.

Eric Voigt
Eric Voigt

Oberste Führung im Iran prüft Vorschläge der USA

Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi. Tatyana Makeyeva/AFP/dpa
Der Iran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Araghtschi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sendeten die USA über verschiedene Vermittler Botschaften, dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, sagte Araghtschi. Die oberste Führung ​des Iran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge.

Das Land strebe keinen Krieg an, fordere aber ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen, sagte der Minister weiter. Die USA haben nach seinen Worten ihre Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Araghtschi rief zudem die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen.