Irankrieg: „Mein Schiff 4 und 5“: Kreuzfahrer bleiben vordringlich am Golf sitzen

Am Persischen Golf geht nichts mehr. Der Flugverkehr ruht, für die Kreuzfahrtgäste der sechs Schiffe vor Ort bedeutet das: warten. Immerhin steht die Verpflegung.
Eine Kreuzfahrt ist meistens ein einmaliges Erlebnis. Aber so unvergleichlich wie die Reise in den Persischen Golf muss es auch nicht sein. Dort hängen gerade rund 15.000 Passagiere auf sechs Kreuzfahrtschiffen in drei Häfen fest. Wegen der Angriffe auf den Iran und den Vergeltungschlägen ist im Nahen Osten an Schifffahrt nicht zu denken.
Am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr deutscher Zeit haben die Gäste der Tui-Schiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ einen Notfallalarm auf ihre Handys erhalten, wie das Portal Schiffe-und-kreuzfahrten.de berichtet. Laut den Sicherheitsanweisungen sollten sich die Passagiere umgehend zurück aufs Schiff begeben, beziehungsweise es erst gar nicht verlassen. Landausflüge wurden abgebrochen oder gar nicht erst gestartet. Die Außendecks der Schiffe durften nicht mehr betreten werden, vom Aufenthalt an Fenstern wurde abgeraten.
Aus einem Traumtrip ist eine Albtraumreise geworden.
Zurzeit befinden sich die beiden „Mein Schiffe“ in dem gefährlichen Gebiet. Außerdem die „MSC Euribia“ (MSC), die „Celestyal Journey“ und „Celestyal Discovery“ (Celestyal Cruises) sowie die „Aroya“ (Aroya Cruises). MSC hat bereits bekanntgegeben, dass die Weiterfahrt der „Euribia“ gestrichen wurde.
Kreuzfahrtgäste müssen warten
Wie und wann die Passagiere vor Ort nach Hause zurückkehren können, ist noch unklar. Die Lufträume in der Region sind weitgehend gesperrt, An- und Abreisen von und zu den Kreuzfahrtschiffen daher kaum durchführbar. Wegen der Sicherheitslage wurden auch die Anreisen für die beiden „Mein Schiffe“ gestoppt. Laut Tui Cruises werde man sich mit lokalen sowie deutschen Sicherheitsbehörden abstimmen.
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„Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und der Crew haben für Tui Cruises jederzeit oberste Priorität. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten beobachten wir die Situation sehr aufmerksam und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden sowie den Sicherheitsabteilungen unserer Mutterkonzerne Tui AG und Royal Caribbean Group“, heißt es bei dem Unternehmen.
Immerhin: Auf den Schiffen läuft der Betrieb wie gewohnt, alle Gäste an Bord können versorgt werden.
Source: stern.de