Iranisches Regime: Wer hält dies iranische Regime jetzt zusammen?

Mit dem Tod von Ali Chamenei endete eine mehr als drei Jahrzehnte währende Ära an der Spitze der Islamischen Republik. Seit 1989 war er das unangefochtene Machtzentrum des Systems – Oberbefehlshaber der Streitkräfte, letzte Instanz in strategischen Fragen und politischer Schiedsrichter zwischen den Fraktionen. Mit seinem Tod schien zunächst ein Machtvakuum zu entstehen, von dem viele Beobachter annahmen, es werde sich nur schwer schließen lassen.

Doch die Angriffe trafen nicht nur die symbolische Spitze des Systems, sondern auch dessen operative Zentren. Getötet wurden unter anderem Ali Schamchani, einer der einflussreichsten Sicherheitsstrategen des Landes, sowie Mohammad Pakpour, der erst 2025 an die Spitze der Revolutionsgarde gerückt war und den militärischen Kurs mit aggressiver Rhetorik bestimmte. Auch General Abdel Rahim Mussawi, zuletzt Chef des Generalstabs und ranghöchster Offizier der regulären Armee, wurde getötet. Der frühere Präsident Mahmud Ahmadinedschad starb bei einem Luftangriff auf Teheran. Damit trafen Israel und die USA innerhalb kürzester Zeit sowohl die Revolutionsgarde als auch die reguläre Armee – und damit das militärische Rückgrat der Islamischen Republik.