Iranisches Regime: Irans Streitkräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt

Der Iran hat seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Die Armee sei „in voller Verteidigungs- und Kampfbereitschaft“, sagte Armeechef Amir Hatami laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Zuvor hatten sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran durch erneute Drohungen von US-Präsident Donald Trump verschärft. Trump drohte am Freitag mit neuen Militärangriffen gegen den Iran, falls sich die iranische Regierung weigere, einem neuen Abkommen zu seinem Atomprogramm zuzustimmen. Der Iran müsse sich auf einen „Deal“ einlassen, fordert Trump.

Die Führung der Islamischen Republik hatte sich am Freitag zu einer Wiederaufnahme der Gespräche über sein Atomprogramm bereiterklärt. Entsprechende Verhandlungen müssten „fair und auf Augenhöhe“ stattfinden, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi.

Präsident Peseschkian macht Westen für Proteste verantwortlich

Der iranische Präsident Massud Peseschkian warf den USA, Israel sowie europäischen Staaten vor, die jüngsten Proteste und Unruhen im Land geschürt zu haben. In einer live im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache sagte Peseschkian am Samstag, diese Länder hätten ‍die wirtschaftlichen Probleme des Iran ausgenutzt, um ​die Gesellschaft zu spalten. Ausländische Kräfte für innenpolitische Probleme und regimekritische Demonstrationen verantwortlich zu machen, ist gängige Propaganda des iranischen Regimes.

Die zweiwöchigen landesweiten Proteste hatten sich Ende Dezember an der Wirtschaftskrise, der hohen Inflation und den gestiegenen Lebenshaltungskosten entzündet. Das Regime ließ die Demonstrationen blutig niederschlagen, tausende Menschen wurden von Sicherheitskräften getötet. US-Präsident Trump hatte wiederholt seine Unterstützung für die Demonstranten bekundet und einen Marineverband mit einem Flugzeugträger in die Region ⁠entsandt.