Iran-Zusammenfassung: Israel fliegt Angriffe im Libanon, die Ölpreise steigen
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon angegriffen, nachdem die Hisbollah-Miliz sich an die Seite des Irans gestellt und Raketen auf Israel abgefeuert hatte. Stellungen der mit dem Iran verbündeten Miliz würden im gesamten Libanon attackiert, teilte die Armee in der Nacht mit. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen hochrangige Mitglieder der Hisbollah. Aus Beiruts südlichen Vororten wurden Explosionen gemeldet. Die Bevölkerung in fast 50 Dörfern im Libanon forderte Israels Militär auf, ihre Orte zu verlassen. Zivilisten im Osten und Süden des Nachbarlandes sollten sich mindestens einen Kilometer von den Häusern entfernt in offene Gebiete bewegen.
Ölpreise steigen deutlich an
Die Ölpreise sind wie erwartet deutlich gestiegen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich in den ersten Handelsminuten um 14 Prozent und kostete mit 82,37 Dollar so viel wie seit Januar 2025 nicht mehr. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate legte ebenfalls zweistellig zu. Nach den starken Zuwächsen zum Handelsbeginn gaben die Ölpreise an den Börsen später wieder nach, lagen aber immer noch mit rund neun Prozent im Plus. Der Iran hatte nach Angriffen der USA und Israels auch den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt, eine der wichtigsten Schifffahrtslinien, die für den weltweiten Energiehandel entscheidend ist.
Angriffe könnten laut Trump vier Wochen dauern
US-Präsident Donald Trump zufolge könnten die Angriffe auf den Iran vier Wochen andauern. Der US-Kongress wurde inzwischen über die Militärschläge informiert. Bisher wurden Trump zufolge bei dem Militäreinsatz drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt. Bis zum späten Abend seien mehr als 1.000 iranische Ziele angegriffen worden. Großbritannien hat den USA für einen befristeten Zeitraum erlaubt, britische Militäranlagen in der Region zu nutzen. Ein Drohnenangriff auf einen militärischen Stützpunkt in Zypern wurde vom britischen Verteidigungsministerium bestätigt.
Golfstaaten behalten sich Recht auf Reaktion vor
Die Außenminister von sechs Ländern am Persischen Golf haben die iranischen Angriffe auf ihre Länder verurteilt. Die Minister von Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten teilten mit, dass sie sich das Recht auf Gegenangriffe vorbehalten. Das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate hat nach eigenen Angaben mehr als 152 ballistische Raketen und 506 Drohnen aus dem Iran abgefangen. Zudem sind dem Verteidigungsministerium zufolge 35 Drohnen abgestürzt, 13 Raketen seien ins Wasser gefallen, zwei Marschflugkörper seien abgefangen und zerstört worden.
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