Iran: US-Generalstabschef soll Trump vor Angriff uff Iran gewarnt nach sich ziehen
US-Präsident Donald Trump ist laut übereinstimmenden Medienberichten von seinem US-Generalstabschef vor möglichen Risiken eines Militäreinsatzes im Iran gewarnt worden. Das berichten unter anderem das US-Nachrichtenportal Axios und die Washington Post unter Berufung auf mit den internen Diskussionen vertraute Quellen. Demnach äußerte Dan Caine seine Besorgnis vergangene Woche bei einem Treffen im Weißen Haus mit Trump und dessen Beratern.
Laut Axios soll sich die Warnung des Generalstabschefs insbesondere auf das Risiko beziehen, in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden. Nach Informationen der Washington Post sieht Caine hingegen vor allem in Engpässen bei wichtigen Waffen und mangelnder Unterstützung durch Verbündete ein Risiko. Jeder größere Einsatz gegen den Iran sei mit Herausforderungen verbunden, weil die Waffenbestände der USA durch die Unterstützung der israelischen Regierung sowie der Ukraine geschmälert worden seien.
Trump widerspricht Berichten über Warnung
Trump bezeichnete die Medienberichte in sozialen Netzwerken als falsch. Zwar wolle Caine genau wie andere US-Vertreter keinen Krieg, schrieb der Präsident. Falls allerdings eine Entscheidung für ein militärisches Vorgehen gegen den Iran getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es leicht sein werde, zu gewinnen, sagte Trump. Der US-Präsident bekräftigte, dass die Entscheidung bei ihm liege.
Die USA und der Iran hatten Anfang des Monats erneut Verhandlungen über das iranische Atomprogramm aufgenommen. Es waren die ersten Gespräche seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025, bei dem die USA an der Seite Israels eingegriffen und mehrere iranische Atomanlagen bombardiert hatten. Greifbare Fortschritte gibt es bislang allerdings nicht.
Der US-Präsident hat unterdessen wiederholt gedroht, den Iran mit Gewalt zu zwingen, sein Atomprogramm einzuschränken, und die US-Streitkräfte in der Region verstärkt. Zuletzt sagte Trump, wenn der Iran nicht nachgebe, werde es „ein sehr schlechter Tag für das Land und sehr traurig für das (iranische) Volk“. Die Regierung in Teheran entgegnete, dass sie bei einer Aggression mit einem Gegenangriff reagieren werde.