Iran-Liveblog: ++ UN meldet getöteten Blauhelmsoldaten im Libanon ++
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Nach Angaben der Vereinten Nationen ist bei einem Angriff im Libanon ein UN-Blauhelmsoldat getötet worden. Israels Armee meldet Drohnenangriffe der jemenitischen Huthi-Miliz.
Die Entwicklungen im Überblick:
Irans Forschungsreaktor Chondab ist nach Erkenntnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) durch Beschuss stark beschädigt worden. Der früher Arak genannte Schwerwasserreaktor sei nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien auf der Plattform X. Sie berief sich dabei unter anderem auf Satellitenbilder und eigene Kenntnisse der Einrichtung. Die Anlage enthalte kein deklariertes Nuklearmaterial. Iran habe den Beschuss des Reaktors am 27. März gemeldet, hieß es
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat Israel erneut mit Drohnen angegriffen. Es seien zwei Drohnen aus dem Jemen abgefangen worden, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Zuvor hatten im Raum der Hafenstadt Eilat am Roten Meer im Süden Israels die Sirenen geheult.
Die islamistische Huthi-Miliz war am Samstag an der Seite Teherans in den vor einem Monat von Israel und den USA gegen Iran begonnenen Krieg eingetreten. Innerhalb von kurzen Abständen feuerten die Huthi Raketen und Drohnen auf Israel ab, die jedoch nach israelischen Armeeangaben allesamt abgefangen wurden.
Ein Blauhelmsoldat der UN-Mission im Libanon (UNIFIL) ist nach UN-Angaben bei einem Angriff auf die Friedenstruppe im Süden des Landes getötet worden. Der UN-Soldat sei am Sonntagabend getötet worden, als „ein Geschoss in einem UNIFIL-Standort in der Nähe von Adtschit al-Kusayr explodierte“, erklärte UNIFIL. Ein weiterer UN-Soldat sei lebensgefährlich verletzt worden.
„Wir kennen die Herkunft des Geschosses nicht“, teilte UNIFIL weiter mit. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, um die Umstände der Explosion zu klären. Die UN-Mission äußerte sich bestürzt über den Tod des Blauhelmsoldaten. „Niemand sollte jemals sein Leben verlieren, während er sich für den Frieden einsetzt.“
UN-Mission im Libanon
Seit März 1978 sind UN-Blauhelmsoldaten der Mission UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon, deutsch: Übergangstruppen der Vereinten Nationen im Libanon) im Einsatz. Auslöser war der Einmarsch der israelischen Armee in den Libanon, mit dem Israel auf den Angriff eines PLO-Kommandos in Israel reagierte, bei dem alle Angreifer und mehrere Israelis getötet wurden. Die palästinensische Befreiungsorganisation PLO operierte damals vom Libanon aus.
Während des Libanonkrieges 2006 wurde das UNIFIL-Mandat grundlegend erweitert. Die UNIFIL-Truppen können ihre Aufgaben im Rahmen des Mandats seither auch mit Gewalt durchsetzen.
Zu den Aufgaben der UNIFIL zählen unter anderem die Überwachung des Waffenstillstands sowie die Minenräumung. Die maximale Einsatzstärke liegt bei 15.000 Mann.
Nach Drohungen Teherans gegen US-Universitäten in der Golfregion hat die American University in der libanesischen Hauptstadt Beirut den Präsenzunterricht für zwei Tage ausgesetzt. Auch wenn „derzeit keine Hinweise auf direkte Drohungen gegen unsere Universität, ihre Campusgelände oder medizinischen Zentren“ vorlägen, werde die Arbeit an der Hochschule „aus größter Vorsicht am Montag und Dienstag vollständig online“ stattfinden, erklärte der Präsident der US-Universität, Fadlo Khouri, laut Nachrichtenagentur AFP. Lehrveranstaltungen und Prüfungen würden ebenfalls online abgehalten werden.
Einen Monat nach der Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei hat sich dessen Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei mit einer weiteren schriftlichen Botschaft an die Bevölkerung gewandt. Darin danke der neue oberste Führer den Iranern für ihre Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel, berichteten die Staatsmedien am Sonntag.
Seit seiner Ernennung ist Modschtaba Chamenei bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Diese Tatsache hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst. Nach Berichten des Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde.
Source: tagesschau.de