In den Kopf geschossen: Soldaten töten Eltern und zwei Kinder im Westjordanland
In den Kopf geschossenSoldaten töten Eltern und zwei Kinder im Westjordanland
15.03.2026, 08:58 Uhr

Im Westjordanland kommt es erneut zu einem Angriff auf Palästinenser: Als eine Familie in ihrem Auto unterwegs ist, wird sie von den israelischen Streitkräften erschossen. Unter den Opfern sind ein fünf und ein sieben Jahre altes Kind.
Im von Israel besetzten Westjordanland haben israelische Streitkräfte vier Palästinenser getötet. Es handele sich um eine Mutter, einen Vater und zwei ihrer Kinder, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Die 35-jährige Mutter, der 37-jährige Vater sowie ihre fünf und sieben Jahre alten Kinder seien im Dorf Tammun in den Kopf geschossen worden, als sie in ihrem Auto fuhren. Zwei weitere Kinder des Paares seien verletzt worden.
Das Ministerium erklärte zudem, in der Nacht sei ein weiterer Palästinenser bei einem Angriff von israelischen Siedlern getötet worden. Das israelische Militär teilte mit, es prüfe die Berichte. Menschenrechtsgruppen und Sanitätern zufolge nutzen israelische Siedler im Westjordanland die während des US-israelischen Krieges gegen den Iran verhängten Bewegungseinschränkungen für ihre Angriffe auf Palästinenser. Militärische Straßensperren verhinderten, dass Krankenwagen die Opfer schnell erreichen könnten.
Allein seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar haben Siedler nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens fünf Palästinenser im Westjordanland getötet. Bereits zuvor haben die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser drastisch zugenommen, zahlreiche Menschen wurden getötet.
Die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu, an der rechtsextreme Parteien beteiligt sind, betreibt seit langem eine intensive Siedlungspolitik und hat auch während des Krieges im Gazastreifen den Bau von Wohneinheiten im Westjordanland massiv vorangetrieben. Diese Siedlungen auf palästinensischem Gebiet verstoßen gegen das Völkerrecht, Israels Vorgehen wird von zahlreichen Staaten scharf kritisiert.
Source: n-tv.de