Im Krieg vielfach gefestigt: Belgien treibt 15 Tante deutsche Gepard-Panzer für jedes die Ukraine aufwärts

Im Krieg vielfach bewährtBelgien treibt 15 alte deutsche Gepard-Panzer für die Ukraine auf

22.04.2026, 20:24 Uhr

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Einer der bereits gelieferten Gepard-Panzer im Einsatz in der ukrainischen Region Odessa. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Bei der Ausmusterung des Gepard-Flakpanzers vor vielen Jahren in Deutschland und Belgien hat niemand geahnt, dass diese in einem modernen Krieg mal eine hohe Bedeutung haben werden. Doch genau so ist es gekommen. Die Ukraine setzt sie erfolgreich ein – und soll weitere Exemplare bekommen.

Belgien wird dem Medium L’Echo zufolge 15 Gepard-Flugabwehrpanzer von einem privaten Unternehmen erwerben und sie nach der Instandsetzung der Ukraine zur Verfügung stellen. Die betroffenen Panzer hat das belgische Verteidigungsministerium dem Bericht zufolge in den 2000er Jahren an ein Unternehmen namens Sabiex verkauft, das später von OIP übernommen worden sei. Was Belgien nun für die Panzer bezahlt, um sie quasi zurückzukaufen, ist nicht bekannt.

Gepard-Flugabwehrpanzer sind bereits seit 2022 im Einsatz in der Ukraine. Deutschland hatte dem von Russland angegriffenen Land seine ausgemusterten Exemplare zur Verfügung gestellt. Über 60 Stück sollen es sein. Weitere Gepard-Flugabwehrpanzer der niederländischen Version „Cheetah“ (englisch für Gepard) erhielt die Ukraine laut Medienberichten über die USA aus Jordanien.

Die Flugabwehrpanzer haben sich trotz ihres hohen Alters besonders im Eliminieren von Drohnen bewährt und wurden für ihre hohe Abschussquote vielfach von ukrainischen Soldaten gelobt. „Allein eine Besatzung hat bereits 24 feindliche Ziele abgeschossen: Raketen und Shahed-Drohnen“, heißt es in einem Beitrag auf Facebook von der 540. Flugabwehrbrigade Lwiw.  

In der EU hat Rumänien noch einige Dutzend Exemplare im aktiven Dienst. Zudem gibt es weitere in Brasilien. Unklar ist, wie viele weitere ausgemusterte Geparden beziehungsweise Cheetahs auf der Welt noch in Depots bei privaten Firmen herumstehen.

Gepard-Flugabwehrpanzer haben eine Abschuss-Reichweite von rund vier Kilometern. Um ein großes Land wie die Ukraine zuverlässig vor Drohnen zu schützen, bräuchte es Hunderte Exemplare. Weil die nicht vorhanden sind, setzt die Flugabwehr diverse andere Systeme ein. Darunter zum Beispiel Abfangdrohnen oder die Flugabwehrsysteme Iris-T, Nasams oder Sky Sentinel.

Quelle: ntv.de, rog

Source: n-tv.de