Ifo-Institut: Mehr Unternehmen planen laut Ifo-Umfrage mit höheren Preisen

Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland wollen laut einer ifo-Umfrage ihre Preise erhöhen. Das entsprechende Barometer
stieg im März auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten
Stand seit drei Jahren, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Im ​Februar hatte es noch bei ⁠20,3
Zählern gelegen. „Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Die hohen Energiepreise dürften die Inflation in den kommenden Monaten erhöhen.“

Es ist der höchste Wert seit März 2023. Grund dafür sind die Angriffe auf die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten und die Schließung der Straße von Hormus. Dadurch steigen die Preise für Rohöl, Treibstoff, Gas und Strom.

Deutlicher Anstieg der Inflationsrate erwartet

Besonders in der Industrie planen die Unternehmen Preiserhöhungen: Hier
legte der Indikator von 13 auf 20 Punkte zu. Auch die Firmen im
Baugewerbe erhöhten ihre
Preiserwartungen deutlich. Auch sogenannte konsumnahe Dienstleister, wie Gastronomie, Einzelhandel und Gesundheit, erhöhten ihre Preiserwartungen kräftig. „Die Unternehmen geben steigende Kosten zunehmend weiter“, sagte Wohlrabe. „Über höhere Produktions- und Transportkosten werden die
Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen.“

Die Inflationsrate dürfte damit in den kommenden Monaten deutlich ansteigen. Im Februar lag sie im Vergleich zum Vorjahr noch bei 1,9 Prozent und damit in Reichweite des anvisierten Zwei-Prozent-Ziels. Die Bundesbank rechnet mit einer Inflationsrate, die „in nächster Zeit deutlich in Richtung drei Prozent ansteigen“ wird. Eine erste Schätzung zur Inflation im vergangenen Monat wird vom Statistischen Bundesamt am Montag vorgelegt.