„Ich könnte damit zeugen, welches ich will“ – Trump droht mit „Entgegennahme“ Kubas
US-Präsident Donald Trump hat unter dem Eindruck der Spannungen zwischen den USA und Kuba eine „Übernahme“ des sozialistischen Landes angedeutet. Er glaube, dass er die Ehre haben werde, Kuba zu „übernehmen“, sagte der Republikaner vor Journalisten im Weißen Haus. „Ich glaube, ich könnte damit machen, was ich will“, sagte der Präsident.
Der US-Präsident sagte über Kuba: „Es ist ein gescheiterter Staat. Sie haben kein Geld, sie haben kein Öl, sie haben gar nichts. Sie haben schönes Land.“ Und: „Es ist eine wunderschöne Insel.“
Das veraltete Stromnetz Kubas hat sich in den vergangenen Jahren stark verschlechtert, was zu täglichen Stromausfällen und zunehmenden landesweiten Blackouts geführt hat. Am Montag war das Stromnetz erneut vollständig unterbrochen – zum dritten Mal innerhalb weniger Monate. Die kubanische Regierung macht für ihre Probleme auch eine US-Energieblockade verantwortlich, nachdem Trump im Januar Strafzölle gegen jedes Land angedroht hatte, das Öl an Kuba verkauft oder liefert.
Es war eine von Trumps deutlichsten Drohungen gegen die kommunistisch regierte Insel. Unterdessen berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf mit Gesprächen zwischen beiden Seiten vertraute Kreise, die US-Regierung habe kubanischen Vertretern zu verstehen gegeben, dass Washington eine Entmachtung des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel wünsche. Der kommunistischen Regierung solle jedoch ermöglicht werden, an der Macht zu bleiben.
Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit der sozialistischen Revolution unter Fidel Castro 1959 angespannt. Unter Trump übte die US-Regierung erhöhten Druck aus – besonders nach dem Militärschlag der USA in Venezuela. Dort wurde im Januar der autoritäre Präsident Nicolás Maduro in der Hauptstadt Caracas festgenommen und nach New York ausgeflogen. Dort bringen ihn die USA wegen „Drogenterrorismus“ vor Gericht. Damit brach einer der wichtigsten Unterstützer Kubas weg. Venezuela hatte Kuba vor allem mit Öl beliefert.
Kuba und die USA führen zugleich miteinander formelle Gespräche, wie beide Seiten bestätigten. Kürzlich hatte Trump gesagt: „Kuba befindet sich in den letzten Augenblicken seines bisherigen Bestehens. Es wird ein neues Leben beginnen.“
Source: welt.de