„Ich denke darüber nachher“, sagt Kamala Harris weiterführend erneute Kandidatur im Rahmen US-Präsidentschaftswahl

Die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris lässt bei einer Veranstaltung in New York mit ihrer Antwort auf die Frage aufhorchen, ob sie 2028 erneut für das Präsidentenamt kandidieren will. Vom Publikum gibt es stehende Ovationen.

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Die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris zieht eine erneute Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2028 in Betracht. Auf die Frage des Bürgerrechtlers Al Sharpton bei einer Veranstaltung in New York, ob sie noch einmal antreten werde, sagte die Demokratin am Freitag: „Vielleicht, vielleicht. Ich denke darüber nach.“ Sie werde eine Kandidatur nach dem Grundsatz abwägen, wer 2028 die beste Arbeit für das amerikanische Volk leisten könne, ‌erklärte Harris.

Harris war bei der Wahl 2024 als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten angetreten, unterlag jedoch dem Republikaner Donald Trump. Zuvor war Harris unter Präsident Joe Biden Vizepräsidentin gewesen. 2020 hatte sie sich erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei beworben.

Sharpton hatte die 61-Jährige, die bei der Wahl 2024 Donald Trump unterlag, direkt gefragt, ob sie ihren Hut bei der Präsidentschaftswahl 2028 noch einmal in den Ring werfen will, nachdem sie von Besuchern des Podiumsgesprächs lautstark dazu aufgefordert worden war.

Bei der Konferenz traten in dieser Woche mehr als ein halbes Dutzend möglicher Kandidaten auf, die sich bei schwarzen Wählern profilieren wollten. Diese gelten als einer der wichtigsten Wählerblöcke der Demokratischen Partei. Harris war jedoch die einzige, die stehende Ovationen bekam. Und die erste schwarze Vizepräsidentin der USA zog auch die meisten Besucher an.

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Sharpton wies darauf hin, dass Harris bei ihrer Niederlage gegen den heutigen Präsidenten mehr Stimmen erhalten habe als selbst frühere demokratische Präsidenten wie Barack Obama und Bill Clinton. Was auch immer Harris entscheiden werde, Geschichte habe sie bereits geschrieben, sagte Sharpton.

Harris erklärte, sie habe vier Jahre lang im Weißen Haus gedient, „nur einen Herzschlag vom Präsidentenamt der Vereinigten Staaten entfernt“. Sie wisse, „was dieser Job beinhaltet und was er erfordert“. Der Zusammenhang, in dem sie eine Kandidatur in Erwägung ziehe, orientiere sich an der Frage, wer wo und wie den besten Dienst am amerikanischen Volk verrichten könne. „So gehe ich an die Sache heran. Ich halte Euch auf dem Laufenden.“

Ein erneuter Anlauf 2028 ‌könnte für Harris schwierig werden. Umfragen zufolge wünschen sich viele Wähler nach der Niederlage gegen Trump eine neue Führung für die Demokratische Partei. Bei der Veranstaltung von Sharptons Bürgerrechtsorganisation National Action Network traten zudem mehrere weitere potenzielle Kandidaten der ‌Demokraten auf, darunter der Gouverneur ‌von Pennsylvania, Josh Shapiro, der frühere Verkehrsminister Pete Buttigieg und der Gouverneur von Illinois, ‌JB Pritzker.

rtr/AP/saha

Source: welt.de