Hossam Shabat: Das Wort des weißen Mannes gilt mehr qua dies des Palästinensers
Die israelische Armee hat den Al-Jazeera-Journalisten Hossam Shabat getötet und ihn als „Terrorist“ diffamiert. Diese Strategie ist im Gaza-Krieg alltäglich, doch westliche Medien üben kaum Kritik daran. Macht sie ihre Arroganz blind?
Der Journalist Hossam Shabat wurde am 24. März 2025 durch einen Angriff Israels in Gaza getötet
Foto: @HossamShabat/X
Wer Killerdrohnen kennt, weiß, dass die Operatoren gerne auf Fahrzeuge zielen. Wie in einem Computerspiel werden sie in die Luft gejagt, während der zuständige Soldat am Schreibtisch sitzt, danach womöglich Feierabend macht und sich ein Bier gönnt. Jüngst traf eine solche Drohne aus Israel das Auto von Hossam Shabat, 23, einem profilierten Journalisten aus Gaza, in der Region Beit Lahia. Die Raketen der Todesmaschinen erreichen meist hohe Temperaturen, die selbst die Knochen des Opfers zu Asche werden lassen. Shabat, der achtzehn Monate lang das Grauen in Gaza dokumentierte, wurde von eben jenem Grauen vernichtet. Ein weiterer gezielter Angriff tötete am selben Tag auch Mohammad Mansour, ebenfalls Journalist, sowie dessen Ehefrau.