Homöopathie: Lasst ihnen doch die Kügelchen!
Wenn das Geld knapp ist, kann man sich nicht alles leisten.
Das gilt schon für Kinder und ihr erstes Taschengeld. Und es gilt erst recht für die gesetzlichen
Krankenkassen. Denen fehlen allein fürs nächste Jahr 15 Milliarden Euro, wenn
die Beiträge der Versicherten stabil bleiben sollen. Ein Expertengremium hat deshalb nun 66 Sparvorschläge vorgelegt. Darunter die Empfehlung: Die Kassen sollten
künftig nicht mehr für homöopathische Mittel aufkommen.
Aus medizinischen Gründen ist das nachvollziehbar
und verständlich. Metastudien zeigen immer wieder, dass homöopathische Mittel allenfalls
einen Placeboeffekt haben. „Die Homöopathie ist eine
Leistung, die keinen medizinischen Nutzen auf der Grundlage des
wissenschaftlichen Sachstandes erbringt“, argumentierte der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach bereits vor zwei Jahren. Wenn man also schon zwingend auf etwas verzichten muss, dann doch am
ehesten auf Globuli und Schüßlersalze.