HDE-Konsumbarometer: So entwickelt sich die Verbraucherstimmung im März

Auch wenn die Inflationsrate derzeit sinkt, wägen viele Verbraucherinnen und Verbraucher genau ab, ob sie sich etwas Neues leisten oder nicht.
Der Anfang des Jahres hatte noch hoffnungsfroh gestimmt. Doch jetzt trübt sich die Stimmung der Verbraucher schon wieder ein. Das zeigt das Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) für März. Anhaltende Unsicherheiten dämpfen den Optimismus der Verbraucherinnen und Verbraucher offenbar weiterhin. Einkommenssituation, Anschaffungsneigung, Sparpläne − so sehen die Konsumenten ihre aktuelle Lage.
Die Teilindikatoren
„Ohne eine Erfolgs- und Wachstumsgeschichte für Deutschland wird der Blick in die Zukunft nicht deutlich optimistischer ausfallen“, teilt der Verband mit. Das zeigt auch der Blick auf die einzelnen Teilindikatoren, aus denen sich das Konsumbarometer zusammensetzt. So verringerte sich beispielsweise die Anschaffungsneigung im Vorjahresvergleich – und zwar um 0,71 Punkte. „Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher nicht in Sicht“, teilen die Wirtschaftsexperten mit.
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Zwar steigen die Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher weiter an, doch die wachsende Sorge vor einem wirtschaftlichen Abschwung dämpft die Konsumstimmung. Statt Shoppen steht für immer mehr Menschen in Deutschland Sparen ganz oben auf der Agenda. Die Sparneigung erreicht so laut der neuesten Ausgabe des GfK Konsumklimas powered by NIM einen historischen Höchststand.
Allerdings zeige die Entwicklung der Anschaffungsneigung keine Verlagerung vom Konsum zum Sparen. Denn die Erhebung zum Indikator Sparneigung habe ergeben, dass die Verbraucher künftig mit einem eher geringeren Sparbetrag planten.
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Auch der konjunkturelle Ausblick der Verbraucherinnen und Verbraucher trübt sich leicht ein. Zwar fallen ihre Konjunkturerwartungen optimistischer aus als zum Jahreswechsel, doch im Vergleich zum Vormonat verschlechtern sie sich. Ebenfalls pessimistischer sind die Konsumenten mittlerweile in Bezug auf die Entwicklung der Preise. Das zeigt der Teilindikator Preiserwartungen. Die Verbraucher gehen von zunehmenden Steigerungsraten aus – und das, obwohl die tatsächliche Teuerungsrate nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts (Destatis) im Februar auf unter 2% gesunken ist.
Fazit und Ausblick
„Dass sich die Verbraucherstimmung zum Frühling wieder verschlechtert, verpasst der Hoffnung auf eine zeitnahe Erholung des privaten Konsums einen Dämpfer. Die Verbraucherinnen und Verbraucher warten noch auf den von der Bundesregierung angestrebten Aufbruch mit spürbaren Entlastungen“, lautet das Fazit, das der Handelsverbands Deutschland aus der Entwicklung des Konsumbarometers für März zieht.
Auch das, etwa durch die US-Zollpolitik, sehr volatile Wirtschaftsumfeld drücke auf die Stimmung. Vor diesem Hintergrund sei in den kommenden Wochen und Monaten „nicht mit einer Stärkung von privatem Konsum und gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu rechnen“.
Das HDE-Konsumbaromter
Alle Indizes, die in das Konsumbarometer einfließen, sind so gebildet, dass sich ein Anstieg eines Teilindikators positiv bzw. dämpfend auf das Konsumbarometer auswirkt. Dies bedeutet im Einzelnen: Steigende Werte der Teilindizes Anschaffungsneigung, Einkommens- und Konjunkturerwartung signalisieren, dass sich die dahinterliegende Neigung bzw. Erwartung verbessert, was das Konsumbarometer positiv beeinflusst. Im Gegenzug impliziert eine Zunahme der Sparneigung und die Erwartung steigender Zinsen und Preise eine Dämpfung des Konsumklimas und damit des Barometerwerts.