Hauskauf: Aufschläge am See

Die Immobilienpreise steigen in Deutschland an vielen Orten, aber auch nicht überall. In den Großstädten und im Umland ist der Preisdruck höher als in den meisten ländlichen Regionen. Das liegt am Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage: Wo immer der Wohnraum begrenzt ist, aber Zuzug und wirtschaftliche Prosperität vorhanden sind, lassen sich oft höhere Preise durchsetzen. Wenn der Bau neuer Wohnungen und Häuser geringer ist als der Bedarf, dürfte das in diesen Gegenden auch künftig ähnlich weitergehen.

Doch ist es durch steigende Preise schon zu spät für den Hauskauf? Das kann jeder selbst für sich ausrechnen. Ein Faktor ist die Entwicklung der Bauzinsen, die nach Ansicht von Beobachtern eher nicht sinken werden. Wer eine Immobilie vermieten will, kann mit der erwarteten Miete kalkulieren, um den Kredit zu tilgen, sollte aber auch mögliche Sanierungen berücksichtigen. Kleinere Wohnungen können den Einstieg in das Vermietungsgeschäft erleichtern.

Wer Wohnung oder Haus kaufen will, um darin selbst zu leben, zahlt zusätzlich den emotionalen Wert des Eigenheims. Um eine Immobilie mit Wohlfühlfaktor zu finden, kann die Suche länger dauern. In der guten Wohngegend, im beliebten Gründerzeitviertel oder auch für das Häuschen am See sind die Kaufgelegenheiten begrenzt, was für Aufschläge sorgt.

Ohnehin bedarf es Rücklagen für eine der größten Investitionen des Lebens. Ohne Eigenkapital bleibt die Finanzierung riskant. Sparen bleibt in der Regel für den Traum vom Eigenheim ratsam.