„Gut verhalten“ : Kuba entlässt verblüffend Häftlinge nachher Vatikan-Gesprächen

„Gut verhalten“ Kuba entlässt überraschend Häftlinge nach Vatikan-Gesprächen

13.03.2026, 05:16 Uhr

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Das kubanische Gefängnis Combinado del Este – streng bewacht von Soldaten. (Foto: picture alliance / dpa)

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit vielen Jahren angespannt und spitzen sich zuletzt weiter zu. Papst Leo XIV. äußert sich im Februar besorgt über die Spannungen. Nach den Gesprächen mit Vatikan-Vertretern entspricht Kuba einer Forderung der USA.

Die Spekulationen über eine mögliche Vermittlerrolle des Vatikans im Konflikt zwischen den USA und Kuba nehmen weiter an Fahrt auf: Nun kündigte Havanna überraschend die Freilassung von 51 Häftlingen an – mit dem Hinweis, dies sei das Ergebnis der engen Kontakte mit dem Vatikan, wie das Außenministerium des sozialistischen Karibikstaates mitteilte. Unklar ist bisher, ob sich darunter auch politische Gefangene befinden.

Die USA fordern immer wieder die Freilassung von Häftlingen und hatten zuletzt den Druck auf Kuba erhöht, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen zuzustimmen. Ende Februar hatten sowohl der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez als auch Mike Hammer, US-Geschäftsträger in Havanna, Rom besucht. Dies hatte die Spekulationen über eine mögliche Vermittlerrolle des Vatikans im Konflikt zwischen Washington und Havanna ausgelöst.

Am Montag sagte der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin laut dem Nachrichtenportal des Vatikans, dass sich der Heilige Stuhl um „eine dialogorientierte Lösung der bestehenden Probleme“ auf Kuba bemühe.

Havanna spricht von „souveräner Entscheidung“

In den kommenden Tagen sollen Insassen, die bereits einen Großteil ihrer Haftstrafen verbüßt haben und sich „gut verhalten“ hätten, freigelassen werden, wie die kommunistische Regierung Kubas ankündigte. Diese „souveräne Entscheidung“ sei eine übliche Praxis in Kuba und werde diesmal vor der Karwoche getroffen. Einen Bezug zu den Spannungen mit Washington stellte Havanna nicht her.

Papst Leo XIV. äußerte im Februar seine „große Besorgnis“ über die zunehmenden Spannungen zwischen Havanna und Washington. Er rief alle Seiten dazu auf, „Gewalt zu vermeiden“.

Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington sind seit Jahrzehnten angespannt. Unter Trump übt Washington nun erhöhten Druck aus. Die US-Regierung will den Zufluss von Devisen und Öl, von dem die kommunistische Regierung profitieren soll, grundsätzlich stoppen. Aktuell steckt Kuba in einer seiner schwersten Wirtschaftskrisen seit der Revolution von Fidel Castro 1959.

Quelle: ntv.de, bho/AFP/dpa

Source: n-tv.de