Grundsicherung: Zwei Paar Schuhe? Für jedes viele Bürgergeldempfänger Luxus

Wer arm ist, verzichtet. Keine neue Kleidung, wenn die alte abgetragen ist, und auch keine vollwertige Mahlzeit jeden zweiten Tag – was abstrakt klingt, ist Alltag für viele Menschen, die Bürgergeld beziehen. Das zeigt eine neue Studie des Paritätischen Gesamtverbands, die der ZEIT vorliegt. Für Menschen mit Grundsicherung sind demnach selbst Alltäglichkeiten Luxus. Unerwartete Ausgaben? Für 86,6 Prozent nicht zu stemmen. Kaputte Möbel ersetzen? Bei 55,4 Prozent nicht möglich. Regelmäßige Freizeitaktivitäten, die Geld kosten? Können sich 48,5 Prozent nicht leisten. Und fast jede oder jeder Fünfte verfügt nicht einmal über zwei Paar Schuhe in gutem Zustand.