Großbritannien: Labour-Spitze bremst Herausforderer von Premier Keir Starmer aus
Die britische Regierungspartei Labour hat die Kandidatur eines möglichen internen Herausforderers von Premierminister Keir Starmer für einen Sitz im Parlament blockiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur PA. Der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, hätte zum Antritt bei der Nachwahl im Wahlkreis Gorton and Denton die Zustimmung des Führungsgremiums seiner Partei gebraucht. Das Gremium, dem unter anderem Premierminister Keir Starmer angehört, verweigerte jedoch die Zustimmung.
Der BBC zufolge begründete das Gremium die Entscheidung mit Verweis auf hohe Kosten für eine Bürgermeisterwahl in Manchester. Die wäre nötig geworden, falls der 56-jährige Burnham gewählt worden und aus dem Rathaus in Manchester ins britische Unterhaus gewechselt wäre.
Burnhams Kandidatur hätte Spaltung offenbart
Beobachter sehen in Burnham den derzeit prominentesten möglichen Herausforderer für Starmer, der innenpolitisch in der Kritik steht. Eine Rückkehr des früheren Gesundheitsministers in das Parlament in Westminster hätte die Spaltung innerhalb der Regierungspartei offensichtlich machen können. Die Diskussionen darüber, ob Starmer noch der Richtige ist, um Labour bei der Unterhauswahl 2029 anzuführen, dürften dennoch weitergehen.
Burnham hatte erst am Samstag seinen Willen erklärt, bei der Wahl anzutreten. Die Abstimmung in dem Wahlkreis ist notwendig, weil der bisherige Abgeordnete Andrew Gwynne im Januar 2026 wegen Gesundheitsproblemen zurückgetreten war. Er war im Februar 2025 wegen rassistischer und anderer verächtlicher Nachrichten in einer WhatsApp-Gruppe aus der Labour-Partei ausgeschlossen worden.