Grammys 2026: „Wir sind keine Wilden, wir sind keine Tiere“
Am Sonntagabend wurden in Los Angeles zum 68. Mal die Grammys
vergeben, die wichtigsten Musikpreise der Welt oder wenigstens der USA, und man verrät nicht zu viel, wenn man sagt, dass in diesem Jahr dabei ordentlich etwas
geboten wurde. Es gab dramatische politische Ansprachen zu hören, aber auch
eine geradezu alttestamentarisch zornige Predigt; der Rapper Tyler the Creator
ließ auf der Bühne eine Tankstelle errichten, um diese dann in die Luft zu
sprengen; eine der größten Songwriterinnen der Gegenwart, Billie Eilish,
erhielt einen Preis aus der Hand einer der größten Songwriterinnen aller
Zeiten, Carole King; Justin Bieber daddelte nur mit Boxershorts bekleidet auf
einer Loopstation herum; Sabrina Carpenter hatte sich für die Darbietung ihres
Songs Manchild eine ganze Flughafenabfertigungshalle aufbauen lassen, einen
Grammy bekam sie dafür indes nicht. Die meisten Grammys bekam ein Sänger aus
Puerto Rico, Bad Bunny.