Gespräche obig Iran: Donald Trump empfängt Benjamin Netanjahu im Weißen Haus

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus eingetroffen. Hauptthema des Gesprächs sind nach früheren Angaben von Netanjahus Büro die laufenden Atomverhandlungen mit dem Iran. Der israelische Premier will Trump nach eigenen Angaben zu größtmöglichem Druck auf den Iran drängen. Es ist bereits das siebte Treffen der beiden Politiker seit Trumps Amtsantritt.

Israel sieht in Irans Atom- und Raketenprogramm seine größte existenzielle Bedrohung. Vor dem Treffen sagte Netanjahu, Teil jeglicher Verhandlungen mit dem Iran müssten eine Begrenzung der ballistischen Raketen und das „Einfrieren der Unterstützung für die iranische Achse“ sein. Er bezog sich damit auf vom Iran unterstützte Gruppen wie die libanesische Hisbollah-Miliz und die islamistische Palästinenserorganisation Hamas.

Vertreter der USA und des Irans hatten vergangene Woche in Omans Hauptstadt Maskat neue Verhandlungen begonnen, die Trump als „sehr gut“ bezeichnete. Der US-Präsident stellte eine Fortsetzung der Gespräche in Aussicht – ein Termin dafür steht bisher aber nicht fest. Der US-Präsident hielt gleichzeitig auch seine militärischen Drohungen gegenüber dem Iran aufrecht, sollte es nicht zu einem Deal kommen. 

Bei einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio hatte Netanjahu vor den Gesprächen mit Trump formell ein Schreiben über seinen Beitritt zum sogenannten Friedensrat unterzeichnet. Das von Trump eingerichtete Gremium soll für den Wiederaufbau und die Nachkriegsordnung im zerstörten Gazastreifen zuständig sein. Den Vorsitz hat Trump selbst.