„Germany’s next Topmodel“: Beim ersten Walk spart Klum nicht mit Kritik






26 Männer ziehen bei „Germany’s next Topmodel“ ins Model-Loft ein. Heidi Klums Kritik ist nach der ersten Fashionshow für viele vernichtend.

Die 26 Favoriten aus dem Männer-Casting in Köln ziehen bei „Germany’s next Topmodel“ (mittwochs und donnerstags, 20:15 Uhr, ProSieben oder bei Joyn) in Berlin ins Model-Loft ein. Die geräumige, modern eingerichtete Luxuswohnung mit großer Bar und eigenem Gym sorgt zunächst für Begeisterung – bis die Kandidaten die Schlafsäle mit dicht aneinandergereihten Etagenbetten sehen.



Godfrey (34) positioniert sich bereits beim Kennenlernen als Einzelkämpfer. „Man muss nicht alle hassen, aber man muss auch nicht alle mögen.“ Für ihn werde es schwierig, mit 26 Männern in einer WG zu leben. „Ich werde Probleme damit haben, mich mit den anderen zurechtzufinden. Ich brauche meine Privatsphäre.“ Sein Lichtblick: „Ich hoffe, es werden schnell weniger!“

Kandidat Gerhard wird zum WG-Papa erklärt

Der älteste Kandidat Gerhard (57) kommt dagegen sofort gut an – und wird in der Runde schnell zum WG-Papa erklärt. Er steuert als erstes die offene Küche an, mixt Drinks und serviert sie seinen Mitstreitern. „Ich bin ein sehr familiärer Mensch. Ich trage gerne meinen Teil dazu bei, dass sich die anderen wohlfühlen“, sagt er. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten: „Du bist wie unser Papa!“


Für Gesprächsstoff sorgt das Aufeinandertreffen von Alexavius (22) und Lukas (21). „Alex und Lukas könnten Geschwister sein“, staunt Ibo (21). „Die sind wie Ying und Yang.“ Beide fallen mit markantem Schnauzer und einem exzentrischen, extravaganten Stil auf – und wollen damit bewusst aus der Masse herausstechen. „Lukas habe ich sofort auf dem Raster meiner stärkeren Konkurrenten erkannt“, sagt Alexavius. Lukas findet: „Die Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen.“ Alexavius legt nach: „Ich hab mich schon ein bisschen geärgert. Ich glaube, jetzt werden die Krallen ausgefahren.“

Der gehörlose Toni fasst sich ein Herz

Am nächsten Morgen schnuppern die Models erstmals Backstage-Luft. Kandidat Toni (31) ist nervös, aber nicht wegen der bevorstehenden Aufgabe. Er hat seinen Mitstreitern noch nicht erzählt, dass er gehörlos ist. Hinter den Kulissen fasst er sich ein Herz: „Leute, darf ich um eure Aufmerksamkeit bitten“, ruft er in den Raum. „Ich möchte euch sagen, dass ich gehörlos bin und auf beiden Seiten Hörgeräte trage.“ Dann bittet er um Verständnis: „Bitte wundert euch nicht, falls ich mal etwas nicht verstehe und ein paar Mal nachfragen muss.“ Mit einem Scherz lockert er die Stimmung: „Nachts kann ich die Hörgeräte ausmachen – es macht also nichts, wenn ihr schnarcht.“ Die anderen Kandidaten unterstützen Toni mit einem spontanen Applaus. Toni fällt sichtlich eine Last von den Schultern. Unter Tränen sagt er: „Ich bin stolz auf mich.“




Auch von „GNTM“-Chefin Heidi Klum (52) gibt es Unterstützung: „Ich finde es schön, dass Toni sich bei den anderen geoutet hat. Doch eigentlich sollte seine Gehörlosigkeit gar kein Thema sein. Die Hauptsache ist, dass Toni sich wohl bei uns fühlt.“


Dann geht es in die Anprobe der Outfits von dem Berliner Designer Maximilian Gedra. Die Styles sind ausgefallen: Hüte, die an Ufos erinnern, Mäntel mit Flügeln, ein Kleid aus tausenden Sicherheitsnadeln. Und um genau dieses Kleid reißen sich die selbsternannten Rivalen Alexavius und Lukas. Beide probieren es an, beide wollen es. Der Designer entscheidet: Lukas darf das Kleid zum Schluss präsentieren, dafür wird Alexavius die Show eröffnen. Beide sind glücklich, die Rivalität scheint – für den Moment – begraben.

Heidi Klums Kommentare sind vernichtend

US-Topmodel Sean O’Pry (36) taucht als Überraschungsgast hinter der Bühne auf und gibt den angehenden Models letzte Tipps für ihren ersten großen Auftritt. Anschließend geht der Gastjuror zu Heidi Klum auf den Laufsteg.





Alexavius eröffnet die Show souverän. „Wow“, rutscht es Heidi heraus. „Starke Präsenz“, pflichtet Sean O’Pry bei. Doch Heidi findet auch Kritik: „Naja, es gibt langsam, und es gibt zu langsam.“ Auch die weiteren Kommentare von Heidi Klum sind vorwiegend vernichtend.

Zum selbstbewussten, siegessicheren Godfrey sagt sie: „Das fand ich jetzt nicht so berauschend. Vor allem die Mimik.“ WG-Papa Gerhard bekommt zu hören: „Gerhard, wo guckst du denn bitte hin? Der guckt immer nach unten!“ Sean O’Pry stimmt ein: „Für mich der letzte Platz bis jetzt.“ Felix kommentiert Klum mit „Der schwankt aber“, zu Benjamin heißt es: „Schau mal, wie der stapft!“, Denzel wirke, „als hätte er einen Stein im Schuh. Der humpelt!“ Und bei Jaden wird sie deutlich: „Nee! Der watschelt! Schau mal, wie eine Ente!“

Immerhin können Toni und Ibo mit dem Walk überzeugen. Auch Adrian und Jill rocken ihren Auftritt. Luis ist für Heidi „runway-ready“, Carsten punktet mit Präsenz – genauso wie Boureima und einige weitere Models. Doch wer kommt am Ende weiter? „Da waren auch ein paar Wows dabei“, fasst Heidi Klum zusammen.





Zur Entscheidung müssen zunächst Carsten, Boureima, Yanneck und Ibo antreten. „Ihr vier seid genauso gelaufen, wie wir uns das vorstellen: selbstbewusst und stark. Ihr seid alle weiter“, lobt Heidi Klum und schickt das Quartett in die nächste Runde. Auch die selbsternannten Rivalen Alexavius und Lukas kommen weiter – genauso wie der siegessichere Godfrey und Toni, der sich zuvor mit seinem Outing als gehörlos noch verunsichert gezeigt hatte. Insgesamt erhalten 22 Kandidaten eine Modelmappe von Heidi, in der sie ihre künftigen Fotos sammeln sollen.

Für vier Kandidaten ist Schluss. Der „militärisch stapfende“ Oscar schiebt seinen missglückten Walk auf zu große Schuhe. Auch Christian und Jonas kommen nicht weiter – genauso wenig wie der 57-jährige WG-Papa Gerhard. Hinter der Bühne verabschiedet er sich sichtlich bewegt von den anderen: „Ich habe tolle Leute kennengelernt. Ich wünsche allen eine tolle Reise.“

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Source: stern.de