Geheimdokumente in Mar-a-Lago: FBI entlässt frühere Ermittler gegen Trump

Geheimdokumente in Mar-a-LagoFBI entlässt frühere Ermittler gegen Trump

26.02.2026, 17:29 Uhr

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Donald Trump hat das FBI wiederholt scharf angegriffen. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Bei einer Razzia in Donald Trumps Residenz Mar-a-Lago findet das FBI vor vier Jahren geheime Regierungsdokumente. Weil sie dort nicht hätten sein dürfen, wird ein Verfahren gegen ihn eröffnet und wieder eingestellt. Ein Nachspiel hat das nur für damals beteiligte FBI-Mitarbeiter.

Die US-Bundespolizei FBI hat Medienberichten zufolge mindestens sechs Mitarbeiter entlassen, die im Jahr 2022 an den Ermittlungen zur unrechtmäßigen Lagerung von Regierungsdokumenten in der Privatresidenz von Präsident Donald Trump nach dessen erster Amtszeit beteiligt waren. Der FBI-Chef und Trump-Verbündete Kash Patel habe die Entlassung veranlasst, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Die Behörde lehnte eine Stellungnahme ab. Eine FBI-Mitarbeiter-Vereinigung bestätigte die Entlassungen, ohne eine genaue Zahl zu nennen.

Trump war wegen des Vorwurfs angeklagt gewesen, geheime Regierungsdokumente, darunter Akten des Pentagon und des Geheimdienstes CIA, nach seinem Ausscheiden aus dem Amt im Januar 2021 in seiner Privatresidenz in Florida gelagert zu haben. Später soll der Republikaner die Dokumente vor dem Zugriff der Justiz versteckt haben. Die Unterlagen enthielten laut Staatsanwaltschaft unter anderem Informationen über militärische Pläne und Atomwaffen. Sie sollen in Mar-a-Lago ungesichert aufbewahrt worden sein.

US-Präsidenten sind verpflichtet, nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt alle offiziellen Dokumente an das Nationalarchiv zu übergeben. Der Fall war durch eine Razzia des FBI in Mar-a-Lago publik geworden.

Vereinigung sieht Schwächung des FBI

Die Vereinigung amtierender und ehemaliger FBI-Mitarbeiter verurteilte die Entlassung als Verletzung „der Rechte auf ein ordentliches Verfahren für diejenigen, die ihr Leben riskieren“, um die USA zu schützen. Durch dieses Vorgehen werde das FBI geschwächt, weil wichtige Erfahrungen verloren gingen und das Personal geschwächt werde, hieß es in einer Erklärung.

Die von Trump in seiner ersten Amtszeit ernannte US-Bundesrichterin Aileen Cannon hatte das Verfahren im Juli 2024 mit der Begründung eingestellt, dass das US-Justizministerium mit der Ernennung des Sonderermittlers Jack Smith zur Untersuchung des Falls gegen die Verfassung verstoßen habe.

Das US-Justizministerium ging in Berufung, aber nach dem Wahlsieg von Trump bei der Präsidentenwahl im November 2024 wurde das Verfahren eingestellt. Trump wies jegliches Fehlverhalten zurück. Der US-Präsident hatte in der Vergangenheit immer wieder Ermittlungen des FBI kritisiert, vor allem jene gegen seine Anhänger, die am 6. Januar 2021 das Kapitol in Washington gestürmt hatten. Nach Beginn seiner zweiten Amtszeit setzte er den Gefolgsmann Kash Patel an die Spitze der Bundespolizei.

Quelle: ntv.de, gut/AFP

Source: n-tv.de