Funke Mediengruppe: Funke Mediengruppe darf „Gala“ und „Brigitte“ übernehmen

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Gala, Brigitte und Eltern durch die Funke Mediengruppe erlaubt. „Die Übernahme
betrifft vor allem die Lesermärkte im Bereich Frauenzeitschriften“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt in einer Mitteilung der Behörde. Dort habe Funke bereits einige bekannte Titel, zu denen nun Gala und Brigitte hinzukämen.

Insgesamt gebe
es in diesem Bereich aber noch ausreichend Wettbewerb durch größere Verlage wie
Burda, Bauer und Klambt und auch durch einige kleinere Verlage, sagte Mundt.
„Daher konnten wir den Erwerb durch Funke freigeben.“

„Entscheidend
für die Freigabe war die Tatsache, dass die Printwerbevermarktung der
Zeitschriften nicht mit übernommen wird“, sagte Mundt. In dem Bereich habe die von Funke mit kontrollierte Vermarktungsgesellschaft BCN bereits eine sehr starke
Marktposition. Die Anzeigenvermarktung für Gala und Brigitte werde daher nun wie bislang durch die Ad Alliance erfolgen. Dies
beizubehalten, sei ein Ergebnis der Gespräche mit dem Bundeskartellamt gewesen.
Die Ad Alliance ist eine Vermarktungsgesellschaft für TV-, Print-, Digital- und
Audio-Werbung, die RTL, Gruner + Jahr und andere Partner bündelt.

RTL will Streamingdienste weiter ausbauen

Die drei Zeitschriften gibt es bereits seit Jahrzehnten. Die Gala kam im Jahr 1994 auf den Markt, Eltern im Jahr 1966 und Brigitte bereits im Jahr 1954. Das Zeitschriftenhaus Gruner + Jahr wurde vor Jahren innerhalb des Bertelsmann-Konzerns von RTL
übernommen. Die rund 300 Mitarbeitenden sollen mit ihren bestehenden
Arbeitsverträgen übernommen werden.

Im Februar 2023 hatte RTL angekündigt, nach der Fusion mit Gruner + Jahr das Zeitschriftengeschäft stark zu reduzieren. Es sollten rund 500 Arbeitsplätze gestrichen werden und rund 200
weitere der damals 1.900 Vollzeitstellen durch Verkäufe wegfallen. Zudem sollten
am RTL-Standort Köln bis 2025 rund 300 Jobs eingespart werden. Stattdessen kündigte RTL m März 2025 an, sich auf Streamingdienste und Bezahlmodelle wie RTL+ und
Stern+ zu fokussieren.