Führerschein-Kosten: Warum im Führerschein so viel Gegenwartskrise steckt
Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 06/2026.
Goldene Regel der Jugendromantik: Wer junge Menschen
in die Unabhängigkeit schicken will, in Filmen und Büchern und überhaupt, setzt
sie ins Auto. Lässt sie in einem verlotterten Gefährt über
Landstraßen rollen, vorbei an den ewigen Rapsfeldern. Raus aus dem beengten
Jugendzimmer, rein ins ebenfalls beengte Auto, wo das Herz und die Welt weit
wird, hach ja, und endlich darf man die Musik so laut aufdrehen wie zu Hause nie.
Solche Geschichten haben heute allerdings einen unromantischen,
teuren Prolog: 3.200 bis 3.400 Euro zahlen Fahrschüler mittlerweile im Schnitt, in
manchen Regionen bis zu 4.500 Euro. Vor der Pandemie, im Jahr 2017, waren es nicht mal 2.000 Euro.