Folge von Israels Angriffswelle: Libanons Gesundheitssystem ist am Limit

Folge von Israels AngriffswelleLibanons Gesundheitssystem ist am Limit

10.04.2026, 15:06 Uhr

March-5-2026-Baalbek-Lebanon-Eight-year-old-ZAHRAA-ASSAF-recovers-in-a-local-hospital-from-wounds-and-burns-after-an-Israeli-air-raid-in-Lebanon-s-eastern-Bekaa-valley-Zahraa-s-father-and-brother-were-killed-while-her-mother-is-critically-wounded-Lebanon-was-pulled-into-the-war-in-the-Middle-East-when-Hezbollah-opened-fire-sparking-Israeli-airstrikes-focused-on-Beirut-s-southern-suburbs-and-on-southern-and-eastern-Lebanon
Bei den israelischen Angriffen auf Beirut am Mittwoch wurden mehr als 300 Menschen getötet. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die jüngsten Attacken israelischer Truppen auf den Libanon haben laut der WHO auch gravierende Folgen für das Gesundheitswesen des Landes: Medikamente und Blutreserven schwinden, Kliniken sind beschädigt – und die Sorge vor Angriffen auf weitere Einrichtungen steigt.

Nach der massiven israelischen Angriffswelle im Libanon schwinden die medizinischen Vorräte im Land. Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Libanon, Abdinasir Abubakar, warnte davor, dass medizinische Versorgungsgüter wie Arzneimittel und Blutkonserven knapp werden könnten.

Innerhalb weniger Tage seien drei bis vier Wochenvorräte an medizinischen Gütern aufgebraucht worden, berichtete er in einer Video-Pressekonferenz. Das Gesundheitssystem sei am Limit. Seit Kriegsbeginn seien im Libanon 13 Krankenhäuser beschädigt worden, sechs seien kriegsbedingt geschlossen worden. Bei den Angriffen in der Hauptstadt Beirut und anderen Landesteilen am Mittwoch sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen und 1150 verletzt worden. Viele weitere würden unter den Trümmern vermisst, sagte Abubakar.

Zuletzt hatte der jüngste israelische Evakuierungsbefehl für den Beiruter Stadtteil Dschnah Sorge bei der WHO in Genf ausgelöst. Denn in dem Viertel befinden sich zwei wichtige Kliniken mit mehr als 400 Patienten – darunter auch Kriegsverletzte. Inzwischen habe Israel signalisiert, dass die Krankenhäuser nicht angegriffen würden, berichtete Abubakar. „Wir werden sehen, ob sich das bewahrheitet oder nicht“, sagte er.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

Source: n-tv.de