Fernsehen: Vielversprechender Auftakt: „Der Salzburg-Krimi“

Einmal mehr ist Salzburg Kulisse für eine Fernsehreihe – die ARD startet den „Salzburg-Krimi“. In den Hauptrollen: Fritz Karl, Lisa Schützenberger, Kevin Ganslinger und Anna Loos.
Ein spannendes Duo steht im Mittelpunkt der neuen ARD-Reihe „Der Salzburg-Krimi“: Kriminalpsychologe Thomas Meiberger und Hauptkommissarin Anna Grünwald. Die beiden sind mit denselben Fällen befasst, haben aber sehr unterschiedliche Herangehensweisen – was zu Konflikten und Reibereien führt, aber auch zu Ergebnissen.
Den vielversprechenden Auftakt der Reihe mit dem Untertitel „Tod am Wolfgangsee“ gibt es an diesem Donnerstag um 20.15 Uhr. Der stärkere zweite Teil mit dem Untertitel „Am seidenen Faden“ folgt eine Woche später (5.3.).
Die Hauptrollen sind mit Fritz Karl und Lisa Schützenberger stark besetzt. Der erste Einsatz führt die zwei Charakterköpfe an den malerischen Wolfgangsee und weit zurück in die Vergangenheit.
Unter dem Namen Friedrich Anton Karl hat Fritz Karl zusammen mit Till Franzen das Drehbuch geschrieben. Letzterer führt zugleich Regie und setzt die düstere, auf verschiedenen Zeitebenen spielende Geschichte bildstark um.
Opfer gekreuzigt
Das erste Opfer ist der Sohn des Landtagsabgeordneten Aidbichler (Gregor Bloéb). Kopfüber gekreuzigt hängt der junge Mann am Masten eines Segelboots. Als der Kriminalpsychologe der Kommissarin einen Schritt voraus ist und der Politiker ihre Kompetenz anzweifelt, setzt sich Grünwald selbstbewusst durch: „Der Herr Meiberger leitet nicht die Ermittlungen, das mache ich.“
Das Opfer war Medizinstudent. Die Ermittlungen finden also auch an der Uni statt – und Meiberger ist mit Dekanin Andrea Breuer (Anna Loss) verbandelt. Unklar ist auch, welche Rolle Professor Rost (Peter Lohmeyer) spielt. Als weitere Menschen getötet werden, sehen sich Meiberger und Grünwald offenbar mit einer Reihe von Ritualmorden konfrontiert.
Was sagt Hauptdarsteller Fritz Karl über seine Rolle? „Meibergers besondere Stärke ist die Kombination aus sorgfältiger Beobachtung, präziser Analyse und seiner Fähigkeit, sein Gegenüber aus der Reserve zu locken. Manchmal nutzt er sogar kleine Zaubertricks, um Menschen zu irritieren oder aus dem Konzept zu bringen“, sagt er im ARD-Interview. Sein eigentliches Geheimnis sei, sich immer sehr intensiv in die Gedankenwelt des Täters hineinzuversetzen.
Eine Ähnlichkeit zwischen ihm und seiner Figur erkennt er auch: „Meiberger liebt, was er tut – genauso geht es mir. Wenn ich an etwas arbeite, bin ich extrem fokussiert, manchmal zum Leidwesen meiner Umgebung.“ Anders als der Kriminalpsychologe sei er aber ein großer Familienmensch, erzählt Karl. Meiberger stehe plötzlich vor den Trümmern einer Beziehung oder vor einem Sohn, der ihm vorhält, dass er das Lösen eines Falls über die Familie stelle.
Die Figur des Kriminalpsychologen Meiberger mit Fritz Karl als Darsteller gab es übrigens zuvor schon, und zwar unter anderem in der österreichischen Reihe „Meiberger – Im Kopf des Täters“ (Servus TV). Nun kehrt er im „Salzburg-Krimi“ zurück.
dpa
Source: stern.de