Fanproteste: Bayerns Innenminister sieht keinen Grund zu Händen Fanproteste in Bundesliga

Nach Ansicht des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) beruhen die Fanproteste gegen möglicherweise schärfere Maßnahmen zur Stadionsicherheit auf falschen Informationen. „Die aktuelle Debatte über vermeintliche Beschluss-Pläne der Innenministerkonferenz zur Stadionsicherheit ist eine Gespensterdiskussion. Es werden angeblich geplante Maßnahmen kritisiert und Ängste geschürt, die auf der bevorstehenden Innenministerkonferenz in Bremen gar nicht zur Debatte stehen“, sagte Herrmann.

„Insbesondere Themen wie Gesichtserkennung im Stadion und personalisiertes Ticketing stehen nicht auf der Tagesordnung – entsprechende Beschlüsse sind weder geplant noch vorgesehen“, sagte der CSU-Politiker. Stehplätze in Fußballstadien seien ein fester Bestandteil der Fankultur, und über Kollektivstrafen für Fans werde bei ihrer Konferenz in Bremen in der kommenden Woche ebenfalls nicht gesprochen.

„Ich halte es für unverantwortlich, mit solchen falschen Behauptungen Panik unter den Fans zu verbreiten und die Sicherheitsdebatte mit unbelegten Vorwürfen zu vergiften“, sagte Herrmann Sicherheit in Fußballstadien sei kein Selbstläufer, sondern erfordere konsequente und wirkungsvolle Maßnahmen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Am 12. Spieltag der Bundesliga protestieren die Fans weiter – und bleiben in vielen Stadien bis zur 12. Spielminute still. 

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