Familie und Vermögen: Warum es sich monetär lohnt, später Kinder zu bekommen
Wollen Lottogewinner mehr Kinder? In einer kapitalistischen Gesellschaft erscheint das zumindest logisch. Menschen, die auf einen Schlag reich werden, können zumindest eine der größeren Hürden in der Familienplanung überwinden: die Kosten. Kinder sind teuer, sie brauchen Windeln, Kleidung, Musikunterricht und vor allem mehr Wohnraum. Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Kind bis zum 18. Lebensjahr im Schnitt 148.000 Euro.
Aber ist der Zusammenhang wirklich so klar? Schwedische Forscher haben die Biografien von Lotteriegewinnern analysiert und kommen zu einem überraschenden Schluss. Weder Männer noch Frauen unter den Gewinnern bekommen nennenswert mehr Kinder. Tatsächlich könnte es sogar genau andersherum sein: Nicht der Kontostand bestimmt die Kinderplanung – sondern die Kinderplanung den Kontostand.