Extremismus: Razzien gegen Rechtsextremismus in Deutschland und dieser Schweiz
Die Polizei ist in Deutschland und der Schweiz mit Durchsuchungen gegen sechs mutmaßliche Rechtsextremisten vorgegangen. Die Razzien gehen nach Angaben der Göttinger Polizei sowie der Staatsanwaltschaft auf verdeckte Ermittlungen zurück, die seit Februar 2025 geführt worden seien.
Die Verdächtigen sollen demnach Szeneartikel, Artikel der in Deutschland verbotenen Gruppen Blood & Honour und Combat 18 sowie volksverhetzende Musik verkauft haben. Zudem bestehe ein Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie des Handels mit verbotenen Dopingmitteln und verschreibungspflichtigen Medikamenten.
In Deutschland fanden die Durchsuchungen den Angaben nach in Niedersachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt statt. Mehr als 100 Einsatzkräfte seien beteiligt gewesen. Dabei seien Tausende rechtsextremistische CDs und Schallplatten sowie große Mengen an Szeneartikeln, Dopingpräparate, Sprengkörper, Schlagringe und eine Schreckschusspistole beschlagnahmt worden.
Gegen den 43-jährigen Hauptverdächtigen erließ das Amtsgericht Göttingen einen Haftbefehl, der Mann ist nach Polizeiangaben unter Auflagen auf freiem Fuß. Er soll die illegalen Waren im Ausland bestellt oder selbst hergestellt haben. Die anderen fünf Beschuldigten hätten die Waren für ihn gelagert und in seinem Auftrag verkauft.