Events aufwärts Usedom: Aktionen zum 80. Geburtstag des Bikinis

Am 5. Juli sollen sich, wenn möglich, 1200 Frauen, aber auch Männer, in Bikini am Strand auf Usedom aufreihen.
Im Juli feiert der Bikini seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass soll auf Usedom ein Rekord aufgestellt werden – 1200 Menschen im Bikini am Strand. Hinter der Aktion steht ein Fahrlehrer und passionierter Bademodensammler – unterstützt vom BikiniArtMuseum (BAM) in Bad Rappenau.
Etwa 1200 Frauen in Bikini oder Zweiteiler aufgereiht am Strand von Usedom – das ist die Vision von Bademodensammler Jürgen Kraft für den 5. Juli dieses Jahres. „Wir wollen einen Weltrekord brechen“, sagt der 63-Jährige. Dabei können aber nicht nur Frauen helfen. „Es gibt auch einen brasilianischen Designer, der hat einen Herren-Bikini erfunden. Wer so etwas in seinem Kleiderschrank hat, kann auch gerne kommen.“ Unterstützt wird die Aktion vom BikiniArtMuseum (BAM) in Bad Rappenau in Baden-Württemberg.
Fahrlehrer mit Sammlung Hunderter Badeanzüge
Die gesellschaftliche Sprengkraft war dem Schöpfer bewusst, erklärte Kraft. „Am 1. Juli war die erste Atombomben-Explosion auf dem Bikini-Atoll.“ An diesen Test habe Réard angeknüpft. „Er wollte so diesen Hype nutzen, weil die ganze Welt sprach über das Bikini-Atoll.“
Das BAM erwarb bei einer Auktion für 27.500 Dollar auch den knallroten Badeanzug von Pamela Anderson aus der Kult-Serie „Baywatch“. Der taugt laut Kraft, der als Kurator mit dem Museum verbunden ist, für den Rekordversuch natürlich nicht, weil es kein Bikini ist. Noch deutlich wertvoller ist laut Kraft der Bikini, den die Schauspielerin Carrie Fisher als Prinzessin Leia in einem der „Star-Wars“-Filme trug. Das BAM ersteigerte auch dieses Stück für einen sechsstelligen Betrag.
Ab Sommer neue Ausstellung auf Usedom
Nach Aussage Krafts gab es schon eine Bikini-Parade in Australien mit rund 360 Teilnehmerinnen und 2012 in China mit mehr als 1080 Teilnehmerinnen. Ein entsprechender Eintrag findet sich auch in der Guinness-Rekordliste. Für die Usedomer Aktion sei keine entsprechende Beurkundung geplant. Dafür fehle das Geld.
Ganz um Bademode dreht sich noch ein weiteres Projekt, das dieses Jahr auf Usedom realisiert werden soll. „Die Sonderausstellung ‚Die Welt geht Baden‘ kommt auf die Insel Usedom“, kündigt Marco Preißer an. Er ist Direktor des BAM und Aufbauleiter der neuen Ausstellung auf Usedom. Man beteilige sich mit einigen hundert Exponaten. „Pünktlich zum Sommer steht die neue Ausstellung auf dem Grenzparkplatz in Ahlbeck.“
Auch Kraft will Stücke aus seiner Sammlung zeigen. Die Ausstellung soll in einem großen Zelt untergebracht werden. „Anfang Mai haben wir die Zeltbauer da“, sagte der 63-Jährige. Der Innenausbau dauere ungefähr einen Monat. Im Juni soll die Schau dann eröffnen.