Erneuerbare Energien: RWE beendet Windenergie gen See in Frankreich

Der Energiekonzern RWE zieht sich in Frankreich komplett aus dem Geschäft mit Windenergie auf dem Meer zurück. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch auf Anfrage. Die entsprechenden französischen Offshore-Aktivitäten seien allesamt noch in einem frühen Stadium, hieß es.

Die Beschäftigten des Geschäftsbereichs verlieren ihre Stellen. „Der Prozess wurde in sozial verantwortlicher Weise und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Mitbestimmungsgremien durchgeführt“, teilte RWE dazu mit. Das betroffene Team in Frankreich bestehe „aus weniger als 50 Mitarbeitern“.

RWE ist nur ein Akteur unter vielen, die derzeit Zweifel am Geschäft mit Erneuerbaren in Frankreich hegen oder es gleich ganz aufgeben. Schuld ist die politische Instabilität, die besonders mit Blick auf das Energiethema zuletzt zu einem Zickzackkurs geführt hatte.

In Großbritannien treibt RWE Windenergieprojekte auf See voran

Speziell für RWE kommt hinzu, dass sich der gesamte Konzern schon im vergangenen Jahr entschieden hatte, sein Investitionsprogramm insgesamt zu reduzieren und bis 2030 rund zehn Milliarden Euro weniger in die Hand zu nehmen als geplant. Es gibt seither strengere Vorgaben dafür, welche Rendite neue Projekte bringen müssen.

Indes versicherte die RWE-Sprecherin: „Unser Ziel, unser Offshore-Windportfolio weiter auszubauen, bleibt unverändert“ – bloß eben nicht in Frankreich. Anders sieht es etwa in Großbritannien aus, wo sich das Unternehmen kürzlich im Rahmen einer Auktion für erneuerbare Energien mehrere Projekte gesichert hatte.