Epstein-Skandal: Britischer Premierminister entschuldigt sich c/o Epstein-Opfern

Der britische Premierminister Keir Starmer hat sich bei den Opfern des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein entschuldigt. Es tue ihm leid, dass er dem Epstein-Vertrauten Peter Mandelson 2024 einen Posten als britischer Botschafter in den USA gegeben habe. Damals habe Mandelson Epstein als jemanden dargestellt, den er kaum gekannt habe, obwohl beide eine enge Beziehung gehabt hätten. „Es tut mir leid, dass ich Mandelsons Lügen geglaubt und ihn ernannt habe“, sagte der Premier.

Am Freitag waren Dokumente aus den Epstein-Akten freigegeben worden, darunter auch Fotos, E-Mails und Dokumente, die den Kontakt von Mandelson zu Epstein in ein neues Licht rückten. Anfang der 2000er-Jahre soll Mandelson, damals Wirtschaftsminister, mehrfach Geld von Epstein erhalten haben. Weitere Dokumente sollen Überweisungen Epsteins an den Lebenspartner von Mandelson belegen. Starmer hatte daraufhin eine Untersuchung angeordnet und Mandelson seinen Sitz im britischen Oberhaus aufgegeben.

Mandelson verlor 2025 seinen Botschafterposten

Im September vergangenen Jahres hatte Starmer Mandelson von seinem Posten als britischer Botschafter in den USA abgezogen, nachdem neue Beweise gezeigt hatten, dass er und Epstein, der laut Autopsie 2021 in der Haft Suizid begangen hat, auch nach dessen Verurteilung im Jahr 2008 weiterhin befreundet waren. 

Die Verbindung von Mandelson und Epstein bedeutet für Starmer eine Krise. Die Zeitung The Guardian zitierte Abgeordnete aus seiner Labour-Partei, die Tage des Premiers seien gezählt.