Epigenetik und KI: „Das Altern kann nicht nur verlangsamt, sondern ebenfalls rückgängig gemacht werden“

Die Gesundheitskosten in westlichen Gesellschaften steigen stetig. Das liegt auch an der alternden Bevölkerung und an einem Mangel an Vorsorge. Wenn man Krankheiten früher erkennen und die Folgen des Alterns zeitlich nach hinten schieben könnte, wäre viel zu gewinnen, wissen die Fachleute. In Zukunft könnten Epigenetik und Künstliche Intelligenz (KI) einen entscheidenden Beitrag leisten, die Lebensqualität zu verbessern und die Kosten zu senken. Diese Ansicht vertreten der bulgarische Investor Andrey Bachvarov und die amerikanische Biomedizinforscherin Dina Zielinski im Gespräch mit der F.A.Z. anlässlich der TED-KI-Konferenz in Wien. Bachvarov, promovierter Computerwissenschaftler, beschäftigt sich mit KI für praktische Anwendungen und hat eine Reihe von Unternehmen gegründet. Die Molekularbiologin und Bioinformatikerin Zielinski hat an der Sorbonne-Universität und der Harvard Medical School studiert und ist in Paris tätig. Im Verständnis von menschlicher Gesundheit und Krankheit hätten ihr die eigenen Erfahrungen mit Brustkrebs geholfen, sagt sie.