Eier: Verband warnt vor zu wenig Eiern zu Ostern

Die deutschen Legehennenhalter rechnen mit einer Knappheit an Eiern kurz vor Ostern. Derzeit könnten die Produzenten die Nachfrage nicht mehr decken, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Ei, Hans-Peter Goldnick, der Mitteldeutschen Zeitung. Bundesweit fehle von zehn gefragten Packungen eine.

Für die Engpässe sind demnach mehrere Gründe verantwortlich: die Geflügelpest, geringere Importe von Eiern und ein höherer Konsum. Laut Eierverband essen die Deutschen im Schnitt inzwischen 255 Eier
pro Jahr. Das seien 30 mehr als vor drei Jahren. Das liege daran, dass
das Ei „nicht mehr als Cholesterinbombe“ gelte, sondern als
Proteinträger, sagte Goldnick.

Seinen Angaben zufolge stammen über zwei Drittel der Eier in
Supermärkten von regionalen Höfen, der Rest wird aus den Niederlanden
geliefert. Das Land fahre die Massenproduktion jedoch zurück, um
Umweltauflagen zu erfüllen, sagte Goldnick.

Zudem setzt die Geflügelpest
den Betrieben zu. Im vergangenen Herbst mussten 40.000 Legehennen in
einem Betrieb in Mansfeld-Südharz wegen eines Virusausbruchs getötet
werden. Insgesamt habe die Branche im vergangenen Jahr drei Prozent
aller Legehennen durch das Virus H5N1 verloren, sagte der Verbandschef. „Es sind Einschläge, die in einem knappen Markt spürbar sind. Das wird sich an Ostern verschärfen“, sagte Goldnick.