Drohnen-Debatte: Achtung, Guru?

Vor einer – dringend gebotenen – Beschaffung von leistungsfähigen Drohnen für die Bundeswehr und damit für die Verteidigung Deutschlands müssen die hoffentlich üblichen Fragen beantwortet werden: Was bringt es? Ist es das wert? Überwiegen die Vorteile etwaige Risiken?

Mögliche Abhängigkeiten von unliebsamen Regimen oder Konzernen wandeln sich, so wie sich auch der Charakter mancher Verbündeter wandelt – siehe Amerika unter Trump. Dass der deutsch-amerikanische Techguru Peter Thiel in bisher kleinem Umfang an einem Drohnenunternehmen beteiligt ist, ist durchaus ein Grund für Aufmerksamkeit. Aber auch für eine nüchterne Betrachtung.

Thiel irrlichtert bisweilen

Dass über den bisweilen irrlichternden Thiel die MAGA-Bewegung Trumps gleich an alle sensiblen Daten gelangt, wie es die Grünen an die Wand malen, ist wohl als schreckhafter Weckruf zu verstehen. Wollen die Grünen Verantwortung übernehmen, müssen sie weiterdenken und Besseres vorschlagen.

Es ist bemerkenswert, dass die Schweiz sich gegen die Analysesoftware der von Thiel mitgegründeten Firma Palantir des ebenfalls deutsch-amerikanischen Chefs Alex Karp entschieden hat: Den Sicherheitsfachleuten war das Risiko zu groß, dass Daten abfließen könnten.

Offenbar hat die Schweiz andere, gleich gute Möglichkeiten. Diese Debatte muss geführt werden, Wettbewerb ist gut. Ein hiesiger Innovationsschub wäre am besten.

Source: faz.net