Dokumentation oberhalb Astrid Lindgren: „Alle könnten Astrid sein“

DIE ZEIT: Vor 80 Jahren erschien in Schweden ein Kinderbuch, das Geschichte schreiben sollte: Pippi Langstrumpf. Wie wichtig war der Zweite Weltkrieg für die Entstehung dieses Klassikers?

Wilfried Hauke: Ohne den Krieg hätte es Pippi Langstrumpf nicht gegeben. 1941 fängt Lindgren an, ihrer damals ewig kranken Tochter Karin die Geschichte von einem kleinen, sehr starken Mädchen zu erzählen, um ihr die Angst und die Sorgen zu nehmen. Und natürlich ist Pippi ein Gegenbild zu mächtigen Männern wie Mussolini, Stalin und Hitler, die ihre Macht missbrauchen. Ich glaube aber sogar, Lindgren wäre ohne den Krieg nicht zu einer weltberühmten Autorin geworden.