Dobrindt fordert dank von Krisen Zivilschutz-Schulunterricht

Dobrindt

Stand: 22.03.2026 • 11:28 Uhr

Angesichts weltweiter Krisen will sich Innenminister Dobrindt dafür stark machen, den Zivilschutz im Lehrplan fest zu verankern. Das helfe nicht nur den Schülerinnen und Schülern – sondern auch deren Familien.

Was machen bei Stromausfällen, Naturkatastrophen oder Anschlägen? Mit Blick auf weltweite Krisen will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Schüler und Schülerinnen fit machen für den Ernstfall.

Der Zivilschutz solle fest im Lehrplan der deutschen Schulen verankert werden. „Zivile Verteidigung gehört in die Schulen. Vorsorge schafft Sicherheit“, sagte der CSU-Politiker der Bild am Sonntag.

Verpflichtende Doppelstunde pro Halbjahr

„Unsere Schüler werden damit zu klugen Krisenvorsorge-Kennern: Sie tragen das Wissen so direkt in die Familien hinein“, erklärte der Minister. Nach den Plänen des Innenministers soll das Thema bei der nächsten Innenministerkonferenz im Juni beraten werden.

Vorgesehen ist demnach eine verpflichtende Doppelstunde pro Halbjahr. In dieser Zeit sollen Schüler praxisnahes Wissen erwerben, etwa wie sie sich bei Stromausfällen oder Naturkatastrophen zu verhalten haben.

Minister will Zivilschutz ausbauen

Im Herbst hatte Dobrindt angekündigt, den Zivil- und Katastrophenschutz auszubauen. Er sprach von einem „Pakt für den Bevölkerungsschutz“. Bis 2029 sollen demnach zehn Milliarden Euro investiert werden. Dies sei der größte Modernisierungsschub in diesem Bereich seit Jahrzehnten.

Zuvor hatte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, angesichts wachsender Konflikte mehr Schutzräume in Deutschland gefordert. „Neue Bunkeranlagen mit einem sehr hohen Schutzanspruch kosten viel Geld und Zeit.“

Source: tagesschau.de