Diversity: Vielfalt ist nun mal anarchisch

Es sind harte Tage für Freunde der sogenannten Diversity: Kaum war Donald Trump wieder
Präsident, stoppten viele Unternehmen und Institutionen ihre Diversitäts- und
Inklusionsprogramme. Der Meta-Konzern cancelt sein Diversity-Slate-Einstellungsprogramm.
Boeing löst das „Diversity, Equity, and Inclusion“-Team auf. Der Pharmakonzern Roche verabschiedet
sich von der Frauenquote für Führungspositionen
, SAP streicht Programme für
Geschlechtervielfalt
, Universitäten benennen hektisch ihre entsprechenden Abteilungen
um.

Der Aufschrei unter den Gegnern
des MAGA-Leaders war groß in den vergangenen Monaten. Dass die Programme aber gerade jetzt beerdigt werden,
wo der politische Wind sich dreht, zeigt: Diversity hat längst ein Preisschild. Gerade
noch wollten liberals den Zugang zu Kapital und Macht mit ihrer
Vorstellung von Diversity koppeln, etwa mit Diversity-Benchmarks,
Diversity-DIN-Normen oder durch die Politisierung von Fördermitteln, nun tut das
gegnerische Lager dasselbe.