Deutschland-Liveblog: Münchner Oberbürgermeister Reiter gibt Posten im Kontext FC Bayern ab

Dürr hatte am Montag auf einer Pressekonferenz erklärt, er wolle weitermachen – zusammen mit Büttner. Manche Kritiker der beiden hielten sich in der Vorstandssitzung nach eigenen Angaben noch zurück, weil der Vize-Chef der Partei, Wolfgang Kubicki, seine Hand noch über Dürr halte. Der hatte in der Sitzung und auch im Interview mit dem F.A.Z.-Podcast am Montag befürwortet, dass Dürr weitermache. Dürr selbst berief sich in der Pressekonferenz darauf, dass er die FDP als Team führe. Jeder könne sich mit seinen Ideen einbringen.
Dass in knapp zwei Wochen bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein Wiedereinzug in den Landtag und somit ein Achtungserfolg gelingen könnte, hält in der Parteiführung kaum jemand für wahrscheinlich. Scheiterte die FDP auch dort an der Fünfprozenthürde, wie es die Umfragen aktuell voraussagen, verlöre sie ihre vorletzte Regierungsbeteiligung. Die letzte ist Sachsen-Anhalt. Das dürfte die Ungeduld in der Partei verstärken und Debatten befeuern, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Auf dem Parteitag im Mai ist keine reguläre Neuwahl des Vorstands geplant.
Allerdings will die Partei ein neues Grundsatzprogramm beschließen. Sollte das im Ganzen oder in entscheidenden Teilen – etwa in solchen, die auf Ideen Dürrs zurückgehen – durchfallen, wäre das eine Schlappe, die Dürr auf sich beziehen müsste und dem Vernehmen nach auch würde. Offen ist, wer als Anwärter für die Nachfolge eine entsprechende Mehrheit der Delegierten hinter sich vereinen könnte. Ein Favorit ist bislang nicht in Sicht.
Source: faz.net