Deutsche Exporte legen frappant zu – Gewiss weniger Ausfuhren in die USA und nachdem China
Ein Hoffnungsschimmer für die deutsche Wirtschaft: Exporte haben im Februar leicht zugelegt. Die Folgen des Krieges im Iran werden jedoch noch längere Zeit spürbar bleiben.
Deutschlands Exporteure haben nach dem Dämpfer zu Jahresbeginn im Februar wieder bessere Geschäfte gemacht. Waren „Made in Germany“ im Gesamtwert von 135,2 Milliarden Euro wurden ins Ausland verkauft und damit 3,6 Prozent mehr als im Januar dieses Jahres.
Auch im Vergleich zum Februar 2025 gab es ein Plus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte: Die Ausfuhren lagen anhand vorläufiger Daten um 2,9 Prozent höher. Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran macht Deutschlands Exporteuren Hoffnung.
Weniger Ausfuhren in die USA und nach China
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. „Der Sektor hält sich, trotz fehlender Wettbewerbsfähigkeit und höherer US-Zölle“, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. Die Importe stiegen im Februar um 4,7 Prozent zum Vormonat auf 115,4 Milliarden Euro. Ökonomen hatten hier ein Wachstum von 4,0 Prozent vorausgesagt.
Die meisten Ausfuhren gingen im Februar erneut in die USA. Dorthin wurden deutsche Waren im Wert von 12,2 Milliarden Euro geliefert. Das waren 7,5 Prozent weniger als im Januar. Die von Präsident Donald Trump eingeführten hohen Zölle belasten die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“. Auch das deutsche China-Geschäft büßte ein: Die Ausfuhren in die Volksrepublik sanken um 2,5 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Die Exporte in die EU-Staaten hingegen stiegen um 5,8 Prozent auf 75,9 Milliarden Euro.
Allerdings rechnet der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) damit, dass die wirtschaftlichen Folgen des Krieges, der am 28. Februar begonnen hatte, für den europäischen Groß- und Außenhandel noch längere Zeit spürbar bleiben werden. Im Gesamtjahr 2025 waren die deutschen Exporte dank eines starken Dezembers erstmals seit zwei Jahren wieder leicht gewachsen – trotz des Zollstreits mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump.
Zwar brachen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten ebenso ein wie nach China, doch das Europa-Geschäft wuchs kräftig. Für das laufende Jahr erwartet der Außenhandelsverband BGA bisher ein Plus von 0,6 Prozent.
dpa/lay/rtr
Source: welt.de