„Das Auto hat sich mehrmals überschlagen“: DHDL-Juroren sprechen plötzlich übrig ihre schlimmsten Unfälle

Easy Exit Card bei Die Höhle der Löwen: Die Rettungskarte sorgt für Aufsehen – und sichert sich am Ende den Deal mit Ralf Dümmel.

Drei Gründer, eine Karte – und der Plan, damit im Ernstfall Leben zu retten.

Drei Gründer, eine Karte – und der Plan, damit im Ernstfall Leben zu retten.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Die Idee ist ein Rettungstool im Kreditkartenformat. Die Karte wird zwischen Scheibe und Türdichtung geschoben, ein kurzer Hebel – und die Seitenscheibe zerbricht. So sollen eingeschlossene Menschen oder Tiere befreit werden. Gründer Bernd Lüke erklärt den Hintergrund: „Ich bin seit vielen Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn wir keinen Zugang zu einer verletzten Person haben, zählt jede Sekunde.“

Mit ihrer Easy Exit Card wollen die drei Gründer genau für solche Situationen vorsorgen. Für 100.000 Euro bietet er gemeinsam mit seinen zwei Co-Gründern Stephan Pannhorst und Sylvain Victor 25 Prozent der Firmenanteile an.

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Die Karte funktioniert von innen und außen, kann im Portemonnaie oder im Auto verstaut werden. Eine Hülle schützt vor dem Dorn, und dient gleichzeitig als Gurtschneider.

Der Härtetest im Studio

Im Studio wird getestet. Janna Ensthaler darf selbst ran, und bringt die Scheibe zum Splittern. Ihre Reaktion: „Geil! Richtig cool!“ Dagmar Wöhrl fragt nach der rechtlichen Lage: „Aber ich kann doch nicht einfach so ein fremdes Auto einschlagen.“ Lüke antwortet, „Das ist versicherungstechnisch geregelt. Das ist eine erlaubte Hilfeleistung.“

Janna Ensthaler testet die Easy Exit Card im Studio.

Janna Ensthaler testet die Easy Exit Card im Studio.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Persönliche Geschichten der Löwen

Auch inhaltlich trifft das Thema einen Nerv und der Pitch wird schnell emotional. Mehrere Löwen berichten von eigenen Erlebnissen. „Das Auto hat sich mehrmals überschlagen. Menschen haben uns das Leben gerettet“, erinnert sich Judith Williams an einen damaligen Autounfall in ihrer Jugend.

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Ensthaler erzählt von ihrer Tochter, die sich selbst im Auto eingeschlossen hat: „Mit dieser Karte hätte ich das Auto geöffnet bekommen.“ Auch Ralf Dümmel berichtet von einem Unfall: „Ich fiel auf der Autobahn in einen Sekundenschlaf und fuhr gegen einen Schwertransport. Ich kam nicht aus dem Auto raus. Das war hochdramatisch gewesen.“ Ensthaler bringt es auf den Punkt: „Für dieses eine Mal im Leben braucht man diese Karte.“

Zahlen, die einfach sind

Das Produkt ist aktuell noch ein Prototyp. Die Gründer kommen aus der Telekommunikationsbranche und wollen die Firma zu gleichen Teilen aufbauen. Die Produktionskosten liegen bei rund 3 Euro und der Verkaufspreis bei etwa 12 Euro. Die Zielgruppe sind alle, die Auto fahren.

Drei Löwen steigen aus

Trotz der Relevanz steigen mehrere Investoren aus. Frank Thelen sagt: „Das ist eine tolle Idee, aber nicht mein Ding.“ Williams sieht das Produkt eher im Massenmarkt und steigt aus, „Das gehört sehr günstig in den Baumarkt. Darum bin ich raus.“ Auch Ensthaler verzichtet: „Ich liebe dieses Produkt. Aber ihr braucht einen Experten für Vertrieb.“

„Der richtige Löwe sitzt hier“

Damit bleibt im Grunde nur noch einer übrig. Dümmel macht es kurz, „Ich glaube, wir können das abkürzen, weil der richtige Löwe sitzt hier.“ Sein Angebot: 100.000 Euro für 25 Prozent. Wöhrl bestätigt: „Ich glaube, der Ralf ist für euch der Richtige.“ Die Gründer überlegen nicht lange und sagen zu.

Dümmel hat sowohl die Zügel, als auch die Karte in der Hand.

Dümmel hat sowohl die Zügel, als auch die Karte in der Hand.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Deal steht – auch nach der Show

Damit bekommt Easy Exit Card die gewünschten 100.000 Euro für 25 Prozent der Firmenanteile. Und anders als bei manchen Deals bleibt es nicht beim Handschlag. Auf Nachfrage von Gründerszene bestätigt eine Sprecherin von Dümmel, dass der Deal auch nach der Sendung zustande gekommen ist.

Source: businessinsider.de