Christoph de Vries : „Wir haben bereits 13-Jährige gesehen, die Anschläge begehen wollten“
Als Parlamentarischer Staatssekretär ist Christoph de Vries (CDU), 51, im Bundesinnenministerium für die öffentliche Sicherheit und den Dialog mit den Vertretern der Muslime zuständig. Er plant für die Bundesregierung eine Strategie gegen religiösen Extremismus und Hass auf Juden.
DIE ZEIT: Laut einer neuen repräsentativen Studie des BKA sind 45 Prozent aller jungen Muslime anfällig für Islamismus. Elf Prozent bezeichnen die Wissenschaftler sogar als gesichert islamistisch. Wie reagiert Ihr Ministerium darauf?
Christoph de Vries: Wir sind darüber sehr beunruhigt. Es war ein Fehler der Ampel, nie einen klaren Plan gegen Islamismus zu fassen. Das holen wir nach. Noch eine Zahl treibt mich um: Antisemitismus ist unter jungen Muslimen viermal so verbreitet wie in der Gesamtbevölkerung.