Chinesischer Technologiekonzern: Huawei meldet trotz Sanktionen Milliardengewinne
Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat seinen Gewinn um Geschäftsjahr 2025 trotz westlicher Sanktionen von umgerechnet knapp 7,9 auf 8,6 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz wuchs im gleichen Zeitraum von rund 108,5 Milliarden auf etwa 111 Milliarden Euro. Auf dem chinesischen Smartphonemarkt hat Huawei den US-Konkurrenten Apple wieder von der Spitzenposition verdrängt.
Zurückzuführen ist der wirtschaftliche Erfolg wohl vor allem auf den Heimatmarkt. Bis Ende des Jahres müssen Mobilfunkbetreiber in Deutschland alle Komponenten
von Huawei und ZTE aus ihren 5G-Kernnetzen entfernen. Für die
Systeme der Zugangs- und Transportnetze gilt eine Frist bis 2029. Auch auf EU-Ebene dringt die Kommission mittlerweile auf ein verbindliches Verbot
von Hochrisiko-Anbietern in allen Mitgliedstaaten.
Mit der neuen „Cyber Strategy 2026“ haben die USA ihre Beschränkungen inzwischen auf Endkunden-Hardware wie Router und Drohnen ausgeweitet. Die Strategie der Vereinigten Staaten, den Huawei-Konzern von westlicher Technologie
abzuschneiden, gilt jedoch als
gescheitert. Nicht nur sind Huawei-Smartphones in China Marktführer, der Kirin 9020 – Huaweis aktueller High-End-Prozessor – wird trotz
strenger westlicher Embargos in China massenproduziert.
Innovation bei KI und Mobilität
In den vergangenen zehn Jahre hat Huawei 174 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Mit rund 24,2 Milliarden Euro die höchste Summe gab der Konzern 2025 aus – das entspricht 21,8 Prozent des Gesamtumsatzes. Das chinesische Unternehmen holt auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz auf. Mit dem für 2026 angekündigten KI-Chip Ascend 950 positioniert sich Huawei als Konkurrent zu Branchengrößen wie Nvidia im Bereich lokaler Rechenzentren.
Das Huawei-Betriebssystem HarmonyOS NEXT ist mittlerweile nicht mehr auf Android-Basis oder Linux-Kern angewiesen. Ende 2025 liefen bereits über 36 Millionen Geräte auf den neuesten Versionen dieses Systems. Zudem wächst das Autogeschäft des Unternehmens: Über die Harmony Intelligent Mobility Alliance (HIMA) lieferte das Unternehmen im Jahr 2025 rund 589.100 Fahrzeuge aus, was einem signifikanten Wachstum von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.