China-Besuch: Merz und Li wollen freien Handel fördern
Zu Beginn seines Antrittsbesuchs in China hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gemeinsam mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Qiang eine tiefere Zusammenarbeit beschworen. „Wir haben ganz konkrete Anliegen hinsichtlich unserer Zusammenarbeit,
die wir verbessern und fairer gestalten wollen“, sagte Merz. Die deutsche Bundesregierung versucht sich angesichts der Krise mit den USA in China einen engen Handelspartner zu finden.
Deutschland lege großen Wert auf die Aufrechterhaltung und Vertiefung seiner intensiven
wirtschaftlichen Beziehungen zu China, seinem größten Handelspartner im
vergangenen Jahr, sagte Merz nach seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt Peking. Zugleich betonte er, wie schon vor seiner Abreise, die Notwendigkeit einer fairen Zusammenarbeit und einer offenen Kommunikation. „Wir haben ganz konkrete Anliegen hinsichtlich unserer Zusammenarbeit, die wir verbessern und fairer gestalten wollen“, sagte Merz.
Li pochte seinerseits darauf, gemeinsam mit Deutschland angesichts des von US-Präsident Donald Trump losgetretenen Zollstreits für den Schutz des Multilateralismus und des freien Handels einzutreten. „China und Deutschland als zwei der größten Volkswirtschaften der Welt und wichtige Länder mit großem Einfluss sollten unser Vertrauen in die Zusammenarbeit stärken, gemeinsam den Multilateralismus und den freien Handel schützen und uns für den Aufbau eines gerechteren und faireren globalen Governance-Systems einsetzen“, sagte Li.
Seit Trump sich zunehmend als unzuverlässiger Handelspartner erweist, wird China für Europas Wirtschaft wieder wichtiger. Zugleich versucht die EU, sich nicht von chinesischen Lieferketten abhängig zu machen, was sich als zunehmende Herausforderung herausstellt. Dafür wird der Kanzler von zahlreichen Firmenvertretern, etwa Autobauern wie Volkswagen und BMW, begleitet.
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