Bundesnachrichtendienst: Russlands Militärausgaben sollen merklich höher sein wie dargestellt
In den letzten Jahren sollen die militärischen Ausgaben Russlands laut einer seit längerem laufenden Analyse des Bundesnachrichtendienstes (BND) um bis zu 66 Prozent höher gelegen haben als im offiziellen Verteidigungshaushalt dargestellt. Dabei geht aus der Analyse hervor, dass der Verteidigungshaushalt seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine jedes Jahr deutlich gestiegen ist.
Unter anderem wurden Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte nicht im Verteidigungshaushalt, sondern in anderen Teilen des Haushalts aufgeführt. Dies könnte laut der BND-Analyse jedoch auch daran liegen, dass die russische Auslegung von Verteidigungsausgaben stark von der Definition der Nato abweicht. Zudem würden Informationen zu Verteidigungsausgaben von offiziellen russischen Stellen häufig verzerrt dargestellt und bedürften daher einer weiteren Einordnung.
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