BSW-Parteitag: BSW ohne Wagenknecht: Neuanfang oder Niedergang?
In Magdeburg findet an diesem Wochenende der Bundesparteitag des BSW statt. Seit dem Scheitern bei der Bundestagswahl kämpft das BSW ums politische Überleben: Der Wahlprüfungsausschuss lehnte letzte Woche den Antrag der Partei auf Neuauszählung der Bundestagswahl ab. In aktuellen bundesweiten Umfragen steht das BSW bei drei bis vier Prozent Zustimmung. Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im kommenden Jahr braucht die Partei dringend Erfolge. Im Zentrum des Parteitags steht außerdem die Zukunft von Parteigründerin Sahra Wagenknecht. Sie zieht sich aus dem Parteivorstand zurück und will künftig die neu geschaffene Grundwertekommission leiten. Die neue Doppelspitze sollen Fabio De Masi und Wagenknechts Co-Vorsitzende Amira Mohamed Ali bilden. Die geplante Umbenennung in Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft wurde verabschiedet, soll aber erst zum 1. Oktober 2026 greifen. Politikredakteurin Lisa Caspari begleitet den Parteitag in Magdeburg und berichtet, wie es unter der neuen Führung mit der Partei weitergeht.
Mehrere europäische Länder boykottieren den nächsten Eurovision Song Contest im Mai 2026 in Wien. Spanien, Irland, Slowenien und die Niederlande haben ihren Rückzug bereits angekündigt, Island und Belgien prüfen einen ähnlichen Schritt. Sie begründen den Boykott mit dem militärischen Vorgehen Israels im Gazastreifen. Ursprünglich hatten sechs Mitgliedssender der Europäischen Rundfunkunion den Ausschluss Israels gefordert. Anfang November sollte darüber online abgestimmt werden. Doch nachdem die Waffenruhe im Gazastreifen in Kraft getreten war, wurde die Abstimmung abgesagt und die Teilnahme Israels bestätigt. Aus Deutschland kam deutliche Kritik an der Debatte selbst: Bundeskanzler Friedrich Merz und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer kritisierten, dass überhaupt über einen Ausschluss Israels diskutiert wurde. Kulturjournalist Jens Balzer sorgt sich im Podcast um die Zukunft des ESC und spricht über den Wettbewerb als Bühne für politischen Protest.
Und sonst so? Unsere Nasenlöcher arbeiten im Schichtdienst.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Mitarbeit: Mathias Peer und Maximilian Renzikowski
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